Wirtschaftliche Beziehungen zwischen Deutschland und Russland

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Deutschland braucht Öl und Gas, Russland dagegen deutsche Maschinen, Chemikalien und Fahrzeuge – bisher profitierten beide Länder vom Handel. Doch momentan belastet die Krim-Krise die gute Zusammenarbeit. Welche Folgen kann es haben?

Die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Russland ist sehr ausgeglichen: nach Deutschland fließen Öl und Gas aus Sibirien, deutsche Hersteller liefern vor allem Autos, chemische Erzeugnisse und Maschinen in die russische Föderation. Die Verbindungen zwischen der beiden Länder haben sich in letzten Jahren verstärkt.

Deutsche Unternehmen zeigen sich momentan äußerst besorgt über die schlechte Situation auf der Krim. Die russische Wirtschaft und die börsennotierten deutschen Unternehmen, die in Russland tätig sind, sind inzwischen stark betroffen. Deutschland hat enge Verbindungen zu Russland aufgebaut, 6000 deutsche Betrieben sind in Russland tätig, was bedeutet mehr als in allen EU-Staaten zusammen. 300.000 deutsche Arbeitsplätze hängen am Russland-Geschäft.

Deutschland hat viel zu verlieren.Die Sanktionsforderungen seitens der USA sind wirklich ein Irrturm: die wirtschaftliche Verbindugen zwischen Deutschland und Russland sind inzwischen so verflochten, dass Sanktionen auch leider Gegensanktionen auslösen würden. Für USA ist es leichter, solche Maßnahmen zu fordern. Die Amerikaner sind von russischen Öl und Gaslieferungen praktisch unabhängig.

Man muss weiter nach einer friedlichen Lösung suchen, da eine Krise zwischen Russland und den Westen  der deutschen Wirtschaft nichts Gutes bringen würde.

Deutschland fürchtet als Reaktion auf geplante Sanktionen den Stopp von Gas- und Öllieferungen durch Russland. Deutschland könnte den Ausfall kurz- bis mittelfristig wahrscheinlich kompensieren. Der Gasverbrauch ist gerade aufgrund des milden Winters nicht so hoch, und in unterirdischen Speichern gibt es immer noch Reserven. Längerfristig würden allerdings deutsche Firmen empfindlich getroffen.

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