Lebensmittel per Mausklick

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Obst und Gemüse online bestellen

Die Deutschen bestellen heutzutage gerne im Internet: Schuhe, Bücher, Elektrogeräte… Von einem Bereich halten wir allerdings die Finger weg- den Lebensmitteln. Experten vermuten, dass sich das bald ändern kann.

Wollen  Sie auch die Qualität von Tomaten, Gurken erfühlen, Birnen auf Wurmlöcher untersuchen und sich die besten Bananen aus dem Regal zu einem günstigen Preis heraussuchen,um  anschließend alles sofort nach Hause mitnehmen zu können ? So begründen nämlich die Deutschen, warum sie lieber in den Supermarkt gehen bzw. fahren, als frische Obst und Gemüse im Internet zu bestellen. Meistens ist es auch nicht wirklich weit bis zum nächsten Supermarkt, wie Aldi, Lidl, Netto oder Norma. Die Supermarktdichte in BRD ist mit ca. 24.800 Geschäften sehr hoch.

Tatsache ist, dass der Online-Lebensmittelgeschäft – im Gegenteil zum Online-Handel insgesamt -in Deutschland im Grunde keine große Rolle spielt.

Einige große Anbieter sehen aber Potenzial: Amazon-der Online-Versandhändler- hat vor, sein Angebot an Lebensmitteln für deutsche Kunden zu erweitern – um Gemüse, Obst, Fisch, Fleisch und Milch. In USA wird das zurzeit getestet. Der zweitgrößte deutsche Lebensmittelhändler Rewe will auch sein Online-Angebot ausbauen.Dafür gibt es bereits ein eigenes Internet-Team- der Unternehmer will vorbereitet sein auf einen möglichen Erfolg.

Obst und Gemüse- vervierfachung des Umsatzes

Dass der Lebensmittelhandel im Internet bald erfolgreich sein wird, glauben auch einige Experten. Die Unternehmensberatung A.T. Kearney vermutet, dass der Umsatz bis 2020 auf zwei bis 2,5% wachsen wird. Momentan 2% der deutschen Konsumenten kaufen einmal im Monat online Lebensmittel ein – also doppelt so viele wie im Jahr 2012, sagt  der Leiter des Beratungsbereichs Konsumgüterindustrie und Handel in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Der Online-Lebensmittelhandel in Deutschland

In einigen anderen Ländern, wie in England, ist man da schon weiter. Oder in Frankreich, wo Drive-In-Konzepte populär sind (das bedeutet, dass die Lebensmittel im Internet bestellt und dann abgeholt werden ).

Ob solche Konzepte in Deutschland auch erfolgreich sein können, wird auch von Lebensmittelpreisen abhängen.Die Deutschen sind normalerweise sehr preisbewusst, wenn es sich um Lebensmitteln handelt. Das unterscheidet uns von anderen Ländern. Für Online-Lebensmittelhändler sei das eine Herausforderung, da die Gewinnmargen beim Verkauf von Lebensmitteln generell recht niedrig sind- also ganz anders als bei Möbeln oder Elektrogeräten.

Dass die Deutschen allerdings ihre Lebensmittel in Zukunft häufiger online bestellen werden, davon sind die Unternehmer überzeugt. „Viele werden es einfach aus Bequemlichkeit oder Zeitnot tun“, meinen die Experten.

Als potenzielle Kunden sieht man Paare und Singles,Familien in den Ballungszentren, die am Wochenende statt des Wocheneinkaufs lieber einen gemeinsamen Ausflug machen oder ganz einfach keine Zeit und Lust mehr haben, einkaufen zu gehen. Eine wichtige Rolle spielt auch Landbevölkerung. Dort gibt es ganz wenig Supermärkte.

Die Online-Anbieter warten also auf die große Trendwende. Das Zögern der deutschen Konsummer im Bereich Online-Lebensmittelhandel ist nur eine Schonfrist…

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