Eine moderne Gesellschaft und die vielfalt von Lebensstilen

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Die deutsche Gesellschaft ist eine offene und moderne Gesellschaft:Leute verfügen hierzulande über eine gute Ausbildung, einen relativ hohen Lebensstandard und über zahlreiche Freiräume zur persönlichen Lebensgestaltung.

Ähnlich wie andere große Industrienationen,steht auch die deutsche Gesellschaft vor der Herausforderung, Probleme mit der demografischen Entwicklung zu lösen.Im Zuge der Globalisierung hat sich BRD auf den Weg zu einer offenen Einwanderungsgesellschaft mit wachsender ethno-kultureller Vielfalt begeben und sich bemüht,die Migranten angemessen in die deutsche Gesellschaft zu integrieren.

Der sozioökonomische Wandel der letzten Jahre hatzum Entstehen neuer gesellschaftlicher Risikolagen geführt und zu einer stärkeren Auffächerung der Gesellschaft nach ökonomischen Lebensverhältnissen.

Demografische Entwicklung

Für die demografische Entwicklung in unserer Heimat sind drei Trends kennzeichnend:
1.niedrige Geburtenrate
2.steigende Lebenserwartung
3.Alterung der Gesellschaft.
Deutschland befindet sich in einem Geburtentief. Die Zahl der Geburten liegt bei 1,3 Kindern pro Frau.Die Kindergeneration ist seit vielen Jahren um ca. ein Drittel kleiner als die Elterngeneration. Hohe Zuwanderungsraten verhinderten, dass die Zahl der Menschen entsprechend schrumpfte.Gleichzeitig steigt die Lebenserwartung, genauso wie in vielen anderen wohlhabenden Ländern, ständig an.

Die niedrige Geburtenzahlen und steigende Lebenserwartung sind die Ursache für den dritten Trend. Der Anteil junger Menschen geht zurück,der Anteil der älteren Menschen dagegen nimmt zu.Die Alterung der Gesellschaft ist die größte Herausforderung an die Sozial- und Familienpolitik. Das Rentenversicherungssystem ist daher schon seit längerem im Umbau: Der traditionelle Vertrag wird aufgrund der demografischen Entwicklung immer weniger finanzierbar und somit muss durch andere- private Vorsorge fürs Alter- ergänzt werden.

Familie in der modernen Gesellschaft

Auch in der hoch modernen und hoch mobilen Welt des 21. Jahrhunderts ist die Familie für die Menschen sehr wichtig. Die Familie ist immer noch eine der wichtigsten sozialen Institutionen. Für 90 Prozent der Deutschen steht sie an erster Stelle ihrer persönlichen Prioritäten. Auch junge Menschen wissen sie zu schätzen: 72 Prozent der Jugendlichen sind der Meinung, dass man eine Familie unbedingt zum Glücklichsein braucht.

Doch die Vorstellungen darüber, wie eine typische Familie auszusehen hat, haben sich stark verändert. In der traditionellen Familie hatte ein auf Dauer verheiratetes Ehepaar viele Kinder in strikter Rollentrennung: der Vater als der Ernährer und die Mutter als Hausfrau. Dieses Modell wird zwar immer noch gelebt, aber es ist nicht mehr das gleiche, nicht mehr die vorherrschende Lebensform.

Das Zusammenleben ist erheblich vielfältiger geworden. Die Freiräume,zwischen unterschiedlichen Familienformen zu wählen, haben sich stark erweitert.Das hat allerdings nichts mit der Gleichberechtigung und der „neuen“ Rolle der Frau zu tun: Fast 65 Prozent der Mütter gehen einen Job nach, gleichzeitig sind die Familien viel kleiner geworden.
Ein-Kind-Familien gibt es sehr oft .Am verbreitetsten ist allerdings die Zwei-Kind-Familie. Auch das Leben ganz ohne Kinder – als Ehepaar oder allein – wird ziemlich oft geführt. Im Jahr 2008 war jede fünfte Frau zwischen 40 und 44 Jahren ohne Kinder geblieben.

Die Partnerschaft

Nicht nur die Lebensformen, sondern auch die Wertesysteme haben sich stark verändert. Treue in Partnerschaft ist zwar immer noch ein wichtiger Wert, doch die Norm, eine Beziehung auf Dauer einzugehen,hat sich deutlich gelockert. Im Jahr 2008 betrug die durchschnittliche Ehedauer 14,1 Jahre. Inzwischen jedoch wird jede dritte Ehe, die in den letzten Jahren geschlossen wurde, wieder geschieden . Deutlich zugenommen haben nichteheliche Beziehungen. Ausserdem die Zahl von Lebensgemeinschaften gleichgeschlechtlicher Partnerschaften steigt kontinuierlich an.

„Ehe ohne Trauschein“ ist inzwischen sehr beliebt. Die Folge: Zunahme sogenannter Patchwork-Familien und der Alleinerziehenden: Fast ein Fünftel aller Gemeinschaften mit Kindern sind eben die Alleinerziehende, darunter meistens die alleinerziehende Mütter.

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