Andy Burnham stoppt Haftentlassungen in England und Wales
Der neue britische Premierminister Andy Burnham hat die Entlassung Tausender Gefangener aus Gefängnissen in England und Wales gestoppt. Das Programm sollte im September starten und Gefangene mit geringfügigen Delikten nach Verbüßung eines Drittels ihrer Strafe in die Gemeinschaft entlassen, um Platz für Schwerverbrecher zu schaffen.
Burnham geriet nach Ankündigung des Programms in die Kritik von Hinterbliebenen, darunter die Witwe des Polizisten Andrew Harper. Justizminister Alex Norris erklärte, die Maßnahme werde ausgesetzt, um sicherzustellen, dass sie von den richtigen Personen genutzt und korrekt umgesetzt werde.
Premierminister Burnham betonte, es würden keine Gefangenen freigelassen, bis jedes potenzielle Risiko für die Öffentlichkeit bewertet sei. Wo nötig, werde man Änderungen vornehmen.
Anhaltende Probleme bei illegaler Einwanderung
Gleichzeitig scheitert Großbritannien weiter im Kampf gegen illegale Einwanderung über den Ärmelkanal. Kürzlich erreichten 165 Menschen in einem kleinen Boot das Land und wurden in Dover in Gewahrsam genommen. Damit wurde der bisherige Rekord von 128 Personen in einem Boot (12. Juli) übertroffen.
In diesem Jahr sind bereits mehr als 13.000 illegale Einwanderer angekommen. Frühere Maßnahmen, darunter das Ruanda-Programm, konnten die Überfahrten nicht stoppen. Burnham hat seine Politik in diesem Bereich bislang nicht klar spezifiziert.
Die Andy Burnham Haftentlassungen-Entscheidung und die anhaltenden Bootsüberfahrten zeigen die parallelen Herausforderungen der neuen britischen Regierung in den Bereichen Justiz und Migration.
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