Die USA verhängen neue Sanktionen gegen den Iran und nehmen acht Öltanker und zehn Einzelpersonen ins Visier
Die Trump-Regierung hat eine neue Sanktionsrunde gegen den Iran angekündigt. Laut einer Mitteilung des US-Finanzministeriums richten sich die Maßnahmen gegen acht Öltanker und zehn verschiedene Personen sowie Organisationen.
Diese US-Sanktionen Iran sind Teil einer Reihe von Schritten, die Washington in jüngster Zeit gegen den iranischen Ölhandel und seine sogenannte Schattenflotte ergriffen hat. Das Finanzministerium argumentiert, die Maßnahmen sollten Teherans Einnahmen eindämmen, die nach US-Angaben zur Finanzierung von Waffenprogrammen und regionalen Verbündeten verwendet werden.
Zeitpunkt der Entscheidung
Der Schritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Spannungen im Nahen Osten nach einer Waffenruhe wieder zunehmen und sich die USA und der Iran gegenseitig angreifen.
Kurzer historischer Hintergrund der US-Sanktionen
Die USA haben eine lange Geschichte von Sanktionen gegen den Iran, die 1979 nach der Islamischen Revolution und der Geiselnahme in der US-Botschaft in Teheran begann. In den folgenden Jahrzehnten wurden die Maßnahmen mehrfach ausgeweitet, unter anderem 1984 mit der Einstufung als staatlicher Unterstützer des Terrorismus, 1996 mit dem Gesetz gegen Investitionen im iranischen Ölsektor und ab 2006 durch UN-Sanktionen wegen des Urananreicherungsprogramms.
2015 führte das Atomabkommen (JCPOA) zu einer Lockerung der Sanktionen. 2018 stiegen die USA unter Präsident Trump aus dem Abkommen aus und verhängten erneute harte Sanktionen. Nach seiner Rückkehr ins Amt weitete Trump die Maßnahmen weiter aus und richtete sie auch gegen ausländische Unternehmen, die iranisches Öl handeln.
| Jahr | Art der Sanktionen / Maßnahme |
|---|---|
| 1979 | Erste Sanktionen nach der Islamischen Revolution und der Geiselnahme in der US-Botschaft: Importverbot, Einfrieren iranischer Vermögenswerte (rund 12 Mrd. USD) |
| 1984 | Einstufung des Iran als staatlicher Unterstützer des Terrorismus → weitere wirtschaftliche und diplomatische Sanktionen |
| 1996 | Gesetz gegen ausländische Investitionen im iranischen Ölsektor (volle Umsetzung später) |
| 2006 | UN-Sanktionen (mit US-Unterstützung) wegen des Urananreicherungsprogramms; spätere Verschärfungen |
| 2010 | Volle Umsetzung des 1996er-Gesetzes, erhöhter Druck auf ausländische Unternehmen im Energiesektor |
| 2012 | Sanktionen gegen die iranische Zentralbank; parallel EU-Embargo gegen iranisches Öl |
| 2015 | Atomabkommen (JCPOA) → deutliche Lockerung der Sanktionen |
| 2018 | Austritt der USA aus dem JCPOA unter Trump → erneute harte Sanktionen gegen Öl-, Banken- und Finanzsektor |
| 2025 | Weitere Ausweitung der Sanktionen unter Trump, auch gegen ausländische Unternehmen und chinesische Raffinerien |
| 2026 | Neue Sanktionen gegen acht Öltanker und zehn Personen/Organisationen (aktuelle Runde) |
Nach wiederaufgenommenen Gesprächen in diesem Jahr erteilte Washington zeitweise eine 60-tägige Ausnahmeregelung für den iranischen Ölhandel. Die neuen Sanktionen gegen Öltanker und Einzelpersonen setzen die Linie der Druckausübung fort.
Die US-Sanktionen Iran zielen weiterhin auf die Einschränkung der Öleinnahmen ab. Die Auswirkungen auf den globalen Ölmarkt und die regionalen Spannungen bleiben abzuwarten.
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