Vergewaltigung Nürnberg: Polizei nimmt drei weitere Verdächtige im Missbrauchsfall fest
Vergewaltigung in Nürnberg: Drei weitere Festnahmen in Nürnberg
Die Ermittlungen der Sonderkommission „EKO Kajal“ des Polizeipräsidiums Mittelfranken haben zu drei weiteren Festnahmen geführt. Nach Angaben der Polizei wurden ein 16-Jähriger, ein 18-Jähriger und ein 29-Jähriger festgenommen. Gegen die drei Verdächtigen wurden Haftbefehle erlassen beziehungsweise vollstreckt. Damit wurden im Rahmen der Ermittlungen inzwischen Haftbefehle gegen insgesamt 18 Tatverdächtige vollstreckt.
Besonders schwer wiegt der Vorwurf gegen die beiden jüngeren Beschuldigten. Ein 16-jähriger und ein 18-jähriger Syrer sollen Ende August eine 14-Jährige in einem Park nahe dem Nürnberger Plärrer vergewaltigt haben. Nach bisherigen Ermittlungen soll der Kontakt über das Versprechen einer E-Zigarette zustande gekommen sein.
Vergewaltigung Nürnberg: EKO Kajal ermittelt gegen weitere Verdächtige
Die Sonderkommission untersucht seit Monaten Vorwürfe gegen mehrere Männer. Nach Angaben der Polizei sollen dabei auch minderjährige Mädchen mit Betäubungsmitteln in Kontakt gebracht und anschließend sexuell missbraucht worden sein.
Gegen die beiden jüngeren Beschuldigten im aktuellen Fall ergingen Haftbefehle wegen des Verdachts der Vergewaltigung. Für alle Beschuldigten gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.
Der dritte neu festgenommene Verdächtige ist ein 29-jähriger Palästinenser. Ihm wird vorgeworfen, mehrfach Betäubungsmittel an Minderjährige abgegeben zu haben. Auch er befindet sich nach Angaben des Polizeipräsidiums Mittelfranken in Untersuchungshaft.
Die Polizei teilte am 3. September mit, dass damit inzwischen gegen insgesamt 18 Tatverdächtige Haftbefehle im Zusammenhang mit den Ermittlungen vollstreckt wurden.
Ermittlungen reichen bis zum Nürnberger Hauptbahnhof
Bereits zuvor hatte die EKO Kajal gegen weitere Verdächtige ermittelt. Nach dem vorliegenden Ausgangsmaterial sollen Mädchen und junge Frauen am Nürnberger Hauptbahnhof angesprochen und teilweise mit Drogen in Kontakt gebracht worden sein. Anschließend sollen einzelne Opfer in Wohnungen sexuell missbraucht worden sein.
Zuletzt war Anfang Juli ein 21-jähriger Syrer festgenommen worden. Ihm wird vorgeworfen, in einer Wohnung in der Nürnberger Südstadt zwei junge Frauen im Alter von 15 und 18 Jahren vergewaltigt zu haben.
Nach Angaben der Polizei soll ein weiterer 40-jähriger Syrer den beiden Frauen bereits am Vorabend Betäubungsmittel gegeben haben. Die 18-Jährige erlitt demnach Verletzungen und musste medizinisch behandelt werden. Beide Frauen erhielten psychologische Betreuung.
Im Zuge der Ermittlungen wurden bei Wohnungsdurchsuchungen unter anderem verschreibungspflichtige Medikamente, Mobiltelefone, Bargeld und weitere Beweismittel sichergestellt. Welche konkrete Bedeutung die einzelnen Gegenstände für die Verfahren haben, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Warum der Fall für Nürnberg relevant ist
Der aktuelle Stand verdeutlicht vor allem die Dimension der laufenden Ermittlungen. Die Zahl der vollstreckten Haftbefehle ist auf 18 gestiegen, während die Polizei weiterhin einzelne Tatvorwürfe und mögliche Zusammenhänge prüfen muss.
Für die Bewertung der Fälle ist wichtig, zwischen bestätigten Ermittlungsergebnissen und Vorwürfen gegen einzelne Beschuldigte zu unterscheiden. Die Haftbefehle beruhen auf einem Tatverdacht; eine gerichtliche Verurteilung liegt bei den genannten Beschuldigten nach den vorliegenden Informationen nicht vor.
Gleichzeitig richtet sich der Blick auf den Schutz Minderjähriger. Die aktuellen Ermittlungen betreffen nach Angaben der Polizei sowohl mutmaßliche Sexualdelikte als auch den Vorwurf, Betäubungsmittel an Minderjährige abgegeben zu haben.
Die EKO Kajal setzt ihre Ermittlungen fort. Welche weiteren Tatverdächtigen oder Taten dabei noch festgestellt werden, lässt sich nach dem derzeitigen Informationsstand nicht sagen.
Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen
Mit den drei neuen Festnahmen erreicht das Verfahren eine weitere Größenordnung. Entscheidend bleibt nun, die einzelnen Vorwürfe gerichtsfest aufzuklären und mögliche Zusammenhänge zwischen den Fällen zu prüfen. Für die betroffenen Mädchen und jungen Frauen steht zugleich der Schutz vor weiterer Gewalt und die notwendige Unterstützung im Vordergrund.
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