Sechs Nahrungsergänzungsmittel: Welche Präparate laut Experten bei bestimmten Mängeln sinnvoll sein können
Nahrungsergänzungsmittel werden häufig mit einer besseren Gesundheit in Verbindung gebracht. Fachleute weisen jedoch darauf hin, dass sie eine ausgewogene Ernährung nicht ersetzen können. Vielmehr kommen sie vor allem dann infrage, wenn ein ärztlich festgestellter Nährstoffmangel oder ein erhöhter Bedarf besteht. Auch für Menschen in Deutschland ist das Thema relevant, da Vitamin- und Mineralstoffmängel in bestimmten Bevölkerungsgruppen häufiger auftreten können und gezielt behandelt werden sollten.
Nahrungsergänzungsmittel gezielt statt pauschal einsetzen
Gesundheitsexperten empfehlen, Nahrungsergänzungsmittel nur nach ärztlicher Rücksprache einzunehmen. Der Nutzen hängt von der individuellen gesundheitlichen Situation, der Ernährung und möglichen Vorerkrankungen ab.
Nach den vorliegenden Informationen werden insbesondere sechs Präparate häufig genannt, wenn ein nachgewiesener Mangel oder ein besonderer Bedarf besteht.
Magnesium
Magnesium spielt eine wichtige Rolle für Muskeln, Nerven und zahlreiche Stoffwechselprozesse. Den vorliegenden Angaben zufolge leiden weltweit rund 2,4 Milliarden Menschen an einem Magnesiummangel.
Magnesium kann unter anderem zu einem besseren Schlaf beitragen und bei Verstopfung, Kopfschmerzen oder Bluthochdruck unterstützend wirken. Magnesiumglycinat und Magnesiumcitrat gelten dabei als besser verfügbar für den Körper als Magnesiumoxid.
Vitamin B12
Vitamin B12 ist insbesondere für Vegetarier, ältere Menschen sowie Personen relevant, die über längere Zeit Metformin oder säurehemmende Medikamente einnehmen.
Nach den vorliegenden Informationen weist etwa ein Drittel der Menschen, die Metformin verwenden, einen Vitamin-B12-Mangel auf. Regelmäßige ärztliche Kontrollen können helfen, einen Mangel frühzeitig zu erkennen.
Vitamin D
Vitamin D unterstützt die Gesundheit von Knochen, Muskeln und dem Immunsystem. Den vorliegenden Angaben zufolge sind weltweit etwa eine Milliarde Menschen von einem Vitamin-D-Mangel betroffen.
Ob eine Ergänzung notwendig ist, sollte anhand der individuellen Situation und gegebenenfalls einer Blutuntersuchung beurteilt werden.
Omega-3, Kreatin und Flohsamenschalen im Überblick
Omega-3-Fettsäuren
Für Menschen, die nur selten fettreichen Fisch essen, können Omega-3-Fettsäuren eine sinnvolle Ergänzung sein.
Nach den vorliegenden Studien können sie bei einigen Personen dazu beitragen, bestimmte Blutfettwerte um etwa 22 bis 30 Prozent zu senken.
Kreatinmonohydrat
Kreatinmonohydrat gehört zu den am besten untersuchten Nahrungsergänzungsmitteln im Sportbereich.
Den vorliegenden Informationen zufolge kann Kreatin in Verbindung mit regelmäßigem Krafttraining die Muskelkraft der unteren Extremitäten bei Menschen unter 50 Jahren verbessern.
Flohsamenschalen
Flohsamenschalen sind reich an löslichen Ballaststoffen und werden häufig zur Unterstützung der Verdauung eingesetzt.
Nach den vorliegenden Angaben kann der tägliche Verzehr von etwa zehn Gramm Flohsamenschalen dazu beitragen, das LDL-Cholesterin um rund sieben Prozent zu senken, Verstopfung zu lindern und die Darmgesundheit zu fördern.
Analyse: Warum Nahrungsergänzungsmittel individuell bewertet werden sollten
Die aufgeführten Präparate können bei bestimmten Personengruppen gesundheitliche Vorteile bieten. Entscheidend ist jedoch, dass ihre Anwendung auf einem tatsächlichen Bedarf basiert und nicht vorsorglich ohne medizinische Beratung erfolgt.
Eine Überversorgung mit einzelnen Vitaminen oder Mineralstoffen kann ebenfalls gesundheitliche Risiken mit sich bringen. Deshalb empfehlen Fachleute, Nahrungsergänzungsmittel gezielt einzusetzen und ärztlich begleiten zu lassen.
Gesunde Lebensweise bleibt die wichtigste Grundlage
Auch wenn einzelne Nahrungsergänzungsmittel wissenschaftlich untersucht wurden, ersetzen sie keine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und einen insgesamt gesunden Lebensstil. Sie dienen in erster Linie dazu, nachgewiesene Nährstoffmängel auszugleichen oder einen medizinisch begründeten Mehrbedarf zu decken.
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