Gosen-Neu Zittau: Zwei Tote nach Gewalttat an Schule
Bei einer Gewalttat auf dem Campus der Docemus-Schule in Gosen-Neu Zittau im brandenburgischen Landkreis Oder-Spree sind am Donnerstag zwei Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei wurde ein Mann vorläufig festgenommen; die Ermittler gehen derzeit nicht von einer Amoklage aus. Medienberichte nennen als Opfer eine 18-jährige Schülerin und einen 30-jährigen Mann, während die Polizei zunächst nur bestätigte, dass zwei Menschen infolge ihrer Verletzungen gestorben sind.
Was ist an der Schule in Gosen-Neu Zittau passiert?
Nach mehreren Notrufen wurden Polizei und Rettungsdienst gegen 13.45 Uhr zum Schulcampus gerufen. Die Einsatzkräfte sicherten anschließend den Tatort und sperrten den Bereich weiträumig ab.
Bei den beiden Todesopfern handelt es sich nach übereinstimmenden Medienberichten um eine Frau und einen Mann. Die Polizei bestätigte den Tod zweier Personen, machte zunächst aber keine weitergehenden Angaben zu deren Identität.
Der Tatverdächtige wurde vorläufig festgenommen. Nach Angaben der Polizei steht eine männliche Person mit der Tat in Zusammenhang. Weitere Einzelheiten zu den Hintergründen waren zunächst nicht bekannt.
19-Jähriger soll Ex-Freund der Schülerin sein
Nach Informationen der „Märkischen Allgemeinen“ soll es sich bei dem Tatverdächtigen um einen 19-jährigen Mann handeln. Die Zeitung berichtet zudem, dass er der Ex-Freund der 18-jährigen Schülerin gewesen sein soll, die bei der Tat ums Leben kam.
Nach Medienberichten soll außerdem ein 30-jähriger Mann gestorben sein, als er versucht habe, den mutmaßlichen Täter aufzuhalten. Diese Angaben stammen aus Medienberichten und waren zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht vollständig von der Polizei bestätigt.
Damit deutet sich an, dass Täter und mindestens eines der Opfer sich kannten. Das mögliche Motiv ist jedoch weiterhin offen und sollte nicht aus der bisherigen Beziehung zwischen den Beteiligten abgeleitet werden.
Polizei spricht nicht von einer Amoklage
Trotz des Großeinsatzes an der Schule gibt es nach Angaben der Polizei keine Hinweise auf eine laufende Amoklage. Der Bereich wurde abgesperrt, während die Ermittler den Tatort sicherten.
Die Schule soll am Freitag geschlossen bleiben. Der Schulcampus in Gosen-Neu Zittau umfasst nach Angaben des rbb mehrere Schulformen und liegt am Rand der Gemeinde, die rund 3.500 Einwohner hat.
Für Eltern, Schüler und Beschäftigte steht zunächst die Klärung der Sicherheitslage im Mittelpunkt. Entscheidend ist dabei, dass die Polizei nach aktuellem Stand keine fortbestehende Gefahr durch eine Amoklage sieht.
Ermittlungen zum Motiv laufen
Die Ermittler müssen nun den genauen Ablauf der Gewalttat rekonstruieren. Dazu gehört insbesondere die Klärung, was unmittelbar vor der Tat geschah und welche Beziehung zwischen dem Tatverdächtigen und den Opfern bestand.
Auch die Zahl möglicher Verletzter war zunächst nicht abschließend geklärt. Erste Medienberichte hatten von weiteren Verletzten gesprochen; belastbare Angaben dazu lagen zunächst nicht vor.
Der Fall ist deshalb noch in einer frühen Ermittlungsphase. Gesicherte Erkenntnisse zu einem Motiv oder möglichen weiteren Beteiligten liegen bislang nicht vor.
Die größere Bedeutung
Die Gewalttat erschüttert einen Schulstandort in einer vergleichsweise kleinen Gemeinde im Osten Brandenburgs. Besonders schwer wiegt, dass nach aktuellem Ermittlungsstand zwei Menschen ums Leben kamen und ein Tatverdächtiger noch am selben Tag festgenommen wurde.
Für die weitere Bewertung des Falls sind nun die Ermittlungen der Polizei und Staatsanwaltschaft entscheidend. Bis deren Ergebnisse vorliegen, sollten Angaben zu Motiv, Tatablauf und persönlichen Beziehungen der Beteiligten als vorläufig betrachtet werden.
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3 Kommentare
Mein tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen der Opfer sowie allen Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften, die von dieser schrecklichen Tat betroffen sind.
Eine Schule sollte ein sicherer Ort sein, an dem Kinder und Jugendliche lernen und sich frei entwickeln können – nicht ein Ort, an dem Menschen ihr Leben verlieren.
Ich hoffe, dass die Hintergründe schnell und vollständig aufgeklärt werden. Gleichzeitig sollte man mit Spekulationen vorsichtig sein, solange die Ermittlungen laufen.