
Es wird immer schwierieger für Flüchtlinge aus Syrien einen “Schutzort” im Libanon zu bekommen. Der Bürgermeister eines kleinen Dorfes hat entschieden auf eigene Verantwortung, ein kleines Camp aufzubauen. Man kann es leider kein Flüchtlingslager nennen.
Dorf Mardsch befindet sich in der Bekaa-Ebene, knapp 20 Kilometer von der syrischen Grenze und hat 20.000 Bewohner. Auch hier kann man aus der Ferne Explosionen hören. Flüchtlinge können daher auch nachts oft nicht einschlafen. In Gedanken seien sie in Syrien… Die meisten sind sogar zum ersten Mal im Libanon. Es wurde fließendes Wasser, Elektrizität und Gas zur Verfügung gestellt. Der Sehensucht nach der Heimat bleibt aber trotzdem.
Die Bekaa-Ebene ist der Hauptgebiet für Annahme von den syrischen Flüchtlingen. Bisher sind es 150.000 syrische Staatsangehörige ( nach Angaben des UNHCR). Dazu kommen noch weitere Tausende Flüchtlinge, die nicht regiestriert wurden.

Gleich am Eingang des Camps steht der offizielle Name (auf einem Schild) : Aufnahmezentrum für syrische Flüchtlinge. Die Unterstützerländer sind Saudi-Arabien Libanon und ägyptische Nichtregierungsorganisationen. Der Name „Aufnahmezentrum“ wurde absichtlich gewählt. Die Bezeichnung „Flüchtlingslager“ wird im Libanon nicht erlaubt. Obwohl das Camp eigentlich über alles verfügt, was so ein Flüchtlingslager ausmacht. So wurde diese Zeltansammlung als Zentrum genannt.
Der Name Flüchtlingslager ist im Libanon schon seit langer Zeit mit Schutzgebieten für Flüchtlinge aus Palästina verbunden . Eine dauerhafte Lösung für palästinensische Staatsangehörige gibt es leider immer noch nicht. Aus diesem Grund kann die libanesische Regierung leider nicht erlauben, neue Lager aufzubauen.

