Hochverarbeitete Lebensmittel Herzerkrankungen: Studie sieht deutlichen Zusammenhang
Hochverarbeitete Lebensmittel Herzerkrankungen rücken immer stärker in den Fokus der Forschung. Eine neue Studie kommt zu einem alarmierenden Ergebnis: Etwa ein Viertel aller Herzerkrankungen und damit verbundenen Todesfälle könnte auf hochverarbeitete Produkte zurückgehen.
Die im „American Journal of Preventive Medicine“ veröffentlichte Untersuchung wurde auf dem Internationalen Adipositas-Kongress in Mexiko vorgestellt. Sie zeigt, dass eine Reduzierung des Konsums hochverarbeiteter Lebensmittel die Zahl der Todesfälle durch Herzerkrankungen deutlich senken könnte.
Die Gefahren hochverarbeiteter Lebensmittel
Zu den hochverarbeiteten Lebensmitteln zählen unter anderem Eiscreme, verarbeitetes Fleisch, Chips, industriell hergestelltes Brot, Frühstückscerealien, Kekse, Fertiggerichte und kohlensäurehaltige Getränke. In Großbritannien stammen 56 Prozent der täglichen Kalorien aus solchen Produkten – bei Jugendlichen sogar 68 Prozent.
Die Analyse ergab, dass 23 bis 38 Prozent der Herzinfarkte und Schlaganfälle im Jahr 2019 mit dem Konsum hochverarbeiteter Lebensmittel in Verbindung standen. Experten sind sich uneins, ob die Schäden vor allem durch die Verarbeitung selbst oder durch den hohen Gehalt an Fett, Zucker und Salz entstehen.
Prävention durch Reduzierung möglich
Hochverarbeitete Lebensmittel Herzerkrankungen könnten Experten zufolge durch eine Reduzierung des Konsums um 20 bis 50 Prozent stark zurückgedrängt werden. Schätzungen gehen davon aus, dass dadurch etwa 46.000 Herzerkrankungen und über 8.000 Todesfälle verhindert werden könnten.
Frühere Studien hatten bereits auf negative Auswirkungen hochverarbeiteter Lebensmittel hingewiesen. Die aktuelle Untersuchung unterstreicht die Dringlichkeit, die Reduzierung solcher Produkte fest in die nationale Gesundheitspolitik zu integrieren.
Relevanz für Deutschland und Europa
Auch in Deutschland und der EU ist der Verzehr hochverarbeiteter Lebensmittel weit verbreitet. Viele Berufstätige greifen aus Zeitgründen zu Fertigprodukten. Die Studienergebnisse haben daher hohe Relevanz für die hiesige Ernährungspolitik und Präventionsstrategien.
Hochverarbeitete Lebensmittel Herzerkrankungen sind kein unvermeidbares Schicksal. Eine bewusste Reduzierung solcher Produkte zugunsten frischer, unverarbeiteter Lebensmittel könnte einen wichtigen Beitrag zur Herzgesundheit leisten. Die Studie liefert klare Argumente für eine Ernährungsumstellung auf Bevölkerungsebene.
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