Was passiert mit Organe von Hingerichteten in China

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In China sind jährlich mehr Häftlinge hingerichtet als in allen anderen Ländern zusammen. Im Jahr 2012 stammte über 50% der 5850 transplantierten Nieren von Menschen, die hingerichtet wurden – und bei den ca. 2030 Lebertransplantationen waren es mehr als drei Viertel. Dass Hingerichtete auf dieser Weise als Lieferanten für Ersatzorgane für Patienten dienen, hat schon immer auf starke Kritik gestoßen.

Eine unethische Praxis! Das Transplantationssystem dieses Landes stützt sich hauptsächlich auf Straftäter. Jetzt will China mit dem Aufbau eines Organspende- Programmes das unmenschliche System abschaffen.
Die Politiker in China vermuten, dass dies in zwei Jahren gelingen kann. China hat sich zu diesem Schritt entschlossen. Und das beste ist, sie wollen die Todesstrafe ganz  abschaffen.

Aber irgendwie befindet sich China in einem grossen Dilemma. Die Zahl der Spenden durch Straftäter nimmt ab.
Folge: es gibt viel zu wenig Organe. So kann die große Mehrheit der 300 000 Patienten, nicht überleben.
Es gibt nur eine Möglichkeit: Ein Organspende- Programm aufbauen, um die vorherige Praxis zu ersetzen. China will die Spendenbereitschaft im Volk erhöhen, sagt Viang Haibo.

Dazu müssten auch andere, kulturelle Hindernisse abgeschafft werden. Viele Chinesen glauben, dass Körper “unbeschädigt” mit allen Organen ins das ewige Leben gehen müsse. Aber trotzdem ergeben die Umfragen, dass fast 70 Prozent der jungen Leute bereit zu Organspenden sind. Ganz erfreuliche und hoffnungsvolle Prognose !

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