Tag der Arbeit

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Wenn man so vom 1. Mai redet, denkt man erstmal an einen Feiertag, eventuell an Aufmärsche vergangener Jahre. Die wirkliche Bedeutung dieses Tages haben wir im Laufe der Zeit vergessen, es hat anscheinend ihre Kraft verloren. Dabei ist es doch so wichtig, dass wir am “Tag der Arbeit” wenigstens einmal das Wort „Arbeit“ aussprechen.

Es ist nämlich sehr wichtig: Soll ich arbeiten? Muss ich arbeiten? Darf ich arbeiten? Dafür gibt es die unterschiedlichsten Gründe. Eins ist klar: Die Arbeit macht nicht nur Mühe, sondern bringt auch Geld und vor allem die Erfüllung – “Ich werde gebraucht!“

Menschen, die keine Arbeit haben, fühlen sich oft krank, depressiv und nutzlos. Ausdruck wie: „Ich muss arbeiten, habe gar keine Zeit!“ hat heutzutage einen negativen Image. Nach einem erholsamen Wochenende hört man schon am Montag früh aus dem Radio “„Müssen Sie wieder zur Arbeit?“ und am Donnerstag: „Wir müssen nur noch morgen arbeiten!“

Arbeiten wir, um zu leben oder leben wir, um zu arbeiten?

Erster-MaiKaum jemand hat kein Problem damit, dass einer in der Familie seine Arbeit verloren hat oder – noch etwas viel schlimmer –  dass der Nachbar auf einmal Hartz IV Empfänger geworden ist ,oder dass man einfach keine Arbeit findet, trotz großer Mühe.

Doch, was man am Tag der Arbeit sagen soll: Egal ob man zum täglichen Broterwerb arbeitet, ob man damit eigene Existenz sichern will oder ob Arbeit für einen Erfüllung und Lebensinhalt bedeutet, ob man lieber einen Vollzeit-Job hat oder 20 Stunden in der Woche reichen. Ganz egal, ob man eine große Karriere machen will oder einfach zufrieden ist mit dem was man macht, leistet und dafür bekommt.Das Wort „Arbeit“ steht nur für „Mühe“ und „Strapaze“. Im Laufe der Zeit haben wir aus „Arbeit“ Beruf und Berufung gemacht. Man soll stolz darauf sein, Arbeit zu haben.

Jeder weiss ja, dass Arbeit mal glücklich und auch mal unglücklich machen kann. Man soll am “Tag der Arbeit” auch mal darüber nachdenken zwischen Mamas leckerem Feiertagskuchen und den aktuellen Verhandlungen über Tarifverträge.

Wenn es uns doch gelingt, Arbeit und Freizeit in Harmonie zu halten, dann werden wir beides zu schätzen wissen.

In diesem Sinne: einen schönen ersten Mai- “ Tag der Arbeit

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