MOOCs an deutschen Unis

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Massive Open Online Courses – kurz MOOCs – sind in Deutschland leider noch nicht sehr verbreitet. Doch einige Hochschulen wollen sie jetzt einführen. Die Reaktionen sind gemischt. Aus diesem Grund will man USA nicht eins zu eins folgen.

MOOCs – die besten Unis im Netz

MOOCs sind Kurse, die im Internet frei zugänglich sind. Top-Universitäten teilen auf diese Art und Weise ihr Wissen mit dem Rest der Welt. Für die Bildung in Ländern der Dritten Welt ist das eine große Chance.

Fernuniversitäten und Kurse im Netz gibt es schon seit Jahrzehnten.Je schneller das Internet wird, desto mehr Meterial kann angeboten werden.MOOCs gibt es meistens in Form von Videovorträgen,dazu kommen Diskussionsforen und Tests.  Die Teilnehmer können allerdings selbst entscheiden, in welcher Form sie sich in das Lernangebot mit einbringen. Durch Blogbeiträge, eigene Videos oder Links können sie einen Beitrag zu einem Thema leisten – andere Studenten wiederum können das erweitern oder einen Kommentar schreiben. Auf diese Weise gibt es ein großeres Wissensfeld, von dem auch immer mehr Leute auf der ganzen Welt profitieren können.

Sprachbarriere

Ein ziemlich großes Problem ist die Sprachbarriere: Die Teilnehmer brauchen meistens Anleitungen in ihrer Muttersprache. Die MOOCs sind allerdings zum größten Teil in englischer Sprache. Wenn die MOOCs von Top-Unis aus USA kommen, wird Sprache auf jeden Fall ein Problem.

Aber trotzdem ist das Interesse an MOOCs nicht nur auf die englischsprachige Länder beschränkt. Zum Beispiel die „Coursera“ hat berichtet, dass die erste Million ihrer Studenten aus 196 Ländern kam : 38% aus den USA, 6% aus Brasilien, 5% aus Indien und 4% aus China. Man hat beobachtet, dass viele Videos, Tutorials,Online-Tests usw. aus dem Ausland abgerufen wurden. Das Programm ist seit 2008 online und wird von Google unterstützt und bekommt Mittel aus der „Bill and Melinda Gates-Stiftung“.

Hohe Anmeldezahlen und enttäuschende Abbruchraten

Durch die neue Art des Lehrens erwarten die Experten eine Veränderung an deutschen Hochschulen. Seit dem Sommersemester 2013 wird ein Kurs „Competitive Strategy“ angeboten, allerdings über die amerikanische Plattform „coursera“. 90.000 Interessierte haben sich für die Vorlesung angemeldet, doch nur rund 17 Prozent, was sehr enttäuschend ist, haben die Tests (Klausur) geschrieben.

Daher auch ist die hohe Abbruchrate einer der Kritikpunkte an MOOCs. Ein anderer Kritikpunkt: Hohe Studiengebühren hindern viele Jugendliche daran, ein reguläres Studium zu verfolgen. Die Einführung von MOOCs kann so zu einem Zwei-Klassen-Studium führen. Das Argument, dass zahlreiche Länder der Dritten Welt von diesem Online-Studium profitieren würden,halten viele nicht für tragbar.

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