Wie das Internet uns verändert

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Vor nicht allzu langer Zeit sind wir praktisch ohne E-Mails und Handys ausgekommen. Heutzutage kann man sich es noch kaum vorstellen. Das Internet bestimmt das Leben. Das wirkt sich in den verschiedenen Bereichen aus – sogar in der Wahl der Freunde.

Die Internetsoziologie ist ein sehr interesanntes Fach. Es handelt sich hier bei, um die Entwicklung der Menschheit im Zeitalter der Digitalisierung. Ausserdem wird es über Punkte wie Freiheit, Sicherheit,neue Kommunikationswege und ebenso Sozialverhalten diskutiert. Die Februar-Ausgabe von „Spektrum der Wissenschaft“ informiert, dass die Forscher inzwischen erste Ergebnisse vorgelegt haben. Laut „Spektrum der Wissenschaft“ wirkt sich das Netz am stärksten  auf die Beziehungen der Menschen aus. Auch das Denken, Handeln und Lernen wird dadurch anders.

Derjenige, der in sozialen Netzwerken unterwegs ist, weiß, dass Internet ein sehr gespanntes Geflecht aus Bekanntschaften ermöglicht . 50% der befragten Harvard-Studenten kann bei Facebook minimum 130 „Freunde“ vorweisen.

Freunde waren früher Teil eines starken sozialen Verbandes…Heute bietet das Internet leider lockere und ziemlich schwache Beziehungen. Aber auch die können durchaus ihre Vorteile haben, berichtet „Spektrum“: zB. bei der Jobsuche oder der Einführung eines neuen Produktes auf dem Markt …

Wärme zwischen Menschen geht verloren

Den lockeren Internet-Bekanntschaften fehlt es, wie „Spektrum“ berichtet, an menschlicher Wärme. Eine nette Geste oder ein Lächeln fehlt so sehr bei der digitalen Kommunikation. Auf spürbare Zuwendungen muss man eben verzichten.

Man tut allerdings viel, um diesen Mangel zu mildern: man schick oft einen „hug“ (Umarmung) oder ein Lächeln und man ist manchmal mit dem Einsatz von Emoticons sehr großzügig. Solche „Kleinigkeien“ wirken der gesellschaftlichen Anonymität ein bisschen entgegen. Die nimmt laut „Spektrum“ allerdings zu. Auch die Solidarität gerät immer mehr ins Hintertreffen. Es ist auch keine Wunder, wenn man bedenkt, dass man oft mehr Worte mit einer so weit entfernten unbekannten Person als im Gespräch mit den Nachbarn wechselt.

Es ist wirklich so: das Internet vermittelt über große Distanzen eine gewisse Anwesenheit des anderen. Man hat jemanden, der antwortet. So bietet das Netz ebenso „Oasen sozialen Trosts“, so heißt es im „Spektrum“-Artikel. Zahlreiche Webseiten bieten Börsen für die eigenen Nöte und Probleme und die Möglichkeit, Erfahrungen und Tipps auszutauschen.Die direkten menschlichen Beziehungen gehen jedoch verloren…Laut der Studie vergehen die Beziehungen im Internet daher schneller als im realen Leben.

Denken, Reagieren, Lernen

Auch den Arbeitsstil hat das Internet der Studie zufolge bereits tiefgreifend verändert. Heutzutage geht man weniger planmäßig vor.Man widmet sich sofort jeder eingehenden Nachricht; sie gelten inzwischen meistens als willkommene Abwechslung. Vorher dagegen sah man die Emails als ärgerliche Unterbrechung und schob sie einfach beiseite.

Das Netz fördert die Fähigkeit und Bereitschaft, aus unterschiedlichen Kanälen gleichzeitig Information aufzunehmen, sie gleichzeitg einzuordnen und zu gliedern. Eine US-Forscherin nennt es „Hyperaufmerksamkeit“.
Klingt doch nett, doch sie hat leider ihre Nachteile: Das dauerhafte und sofortige  Reagieren führt dazu, dass man  sich ganz kurz auf eine Sache konzentriert.

Doch es hat auch ihre guten Seiten: die Neugier wird gefördert. Das Internet bietet die Gelengenheit zur Erkundung eines Themas, das uns gerade interessiert. Das Internet ermöglicht prompte Recherchen – also genau in dem Moment, in dem eine Frage aufkommt, was sehr praktisch ist…

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