Aktivisten protestieren heute weltweit gegen die Überwachung im Internet. „The Day We Fight Back“ soll der Tag gegen die Totalüberwachung des Internets werden.
Netzaktivisten, Menschenrechtsorganisationen und Web-Unternehmen protestieren am heutigen Dienstag, den 11. Februar 2014, gegen die Massenüberwachung durch Geheimdienste. Hunderte, oder sogar tausende Webseiten-Betreiber haben ein Banner der Aktion eingebunden, das es Usern in den USA ermöglicht, per Telefon oder Mail ihren Abgeordneten zu kontaktieren. So soll die US-Regierung mit Nachrichten geflutet werden, die fordern, das Programm „FISA Improvements Act“, abzulehnen und stattdessen das System „USA Freedom Act“ zu unterstützen. Auch Regelungen zum Schutz von Nicht-Amerikanern werden gefordert. Ausserdem wurden weltweit Events und Demonstrationen geplant.
Aktivisten fordern „USA Freedom“ statt „Patriot Act“
Diese Regelung, die sie fordern – „USA Freedom Act“- ist ein Entwurf von einem Republikaner -den Jim Sensenbrenner. Er hat nämlich im 2001 den „Patriot Act“ mitverfasst. Das Projekt, das als Reaktion auf die Terroranschläge vom 11. September 2001 entstand: E-Mails und Telefongespräche abzuhören und mitzulesen. Doch dem Sensenbrenner geht die massenhafte Überwachung im Internet inzwischen zu weit. Er meint, dass das „Patriot Act“ missbraucht wurde und lanciert daher den „USA Freedom Act“, der nun das massenhafte Überwachung im Internet verbieten soll.
Die Nutzer auf der ganzen Welt haben Banner und Logos der Aktion auf ihren Profilen im Internet hochgeladen. Die Aktivisten betonen, dass das massenhafte Abhören die größte Bedrohung für ein ganz normales freies Netz und eine freie Gesellschaft ist.Viele Menschen finden die Überwachung im Internet einfach nebulös,sie ist einfach gefühlt zu weit weg.

