Schlafmangel schädigt das Gehirn

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Schlafmangel und die bösen Folgen…

Eine Forschung hat bewiesen, dass das Gehirn sich im Schlaf selbst entgiftet und dies ist allerdings in einem viel höheren Maß notwendig als man denkt. Wissenschaftler berichten, dass wer nicht mindestens acht Stunden schläft, riskiert sehr starke Schädigungen des Gehirns.

Eine neue Forschung im Fachmagazin „Science“ liefert Neuigkeiten über die Rolle des Schlafens. Das Gehirn ist nämlich im Schlaf überaus aktiv und vor allem damit beschäftigt, giftige Nebenprodukte zu beseitigen, die sich im Laufe des Tages ansammeln. Diese Erkentnisse lieferte eine Gruppe von Forchern um Maiken Nedergaard (Universität Rochester).

Die Wissenschaftler haben sich die Frage gestellt, warum der Mensch zum Beispiel im Vergleich zu den Tieren so viel Schlaf braucht. Warum das sieben bis neun Stunden Schlaf unbedingt notwendig seien, um ohne Krankheiten zu leben.

Im Fachmagazin „Nature“ wurde bekannt gegeben, dass Schlafen notwendig für das Festigen und Formen von Erinnerungen ist. Darüber hinaus ist aus Forschungen ersichtlich, dass Schlafen eine wichtigste Rolle bei der
Entwicklung von neuen Verknüpfungen zwischen Zellen im Gehirn spielt.

Zudem hat das Schlafen auch eine physiologische Funktion. Der Körper wird im Allgemeinen durch das Lymphsystem von schädlichen Nebenprodukten befreit, das Gehirn ist dagegen außerhalb der Reichweite dieses Systems.

Hier ein Zitat von Dr. Nedergaard:„Denken Sie an ein Aquarium. Wenn Sie ein Aquarium ohne Filter haben,
werden die Fische irgendwann sterben. Wie werden die Gehirnzellen also ihren Müll los? Wo ist ihr Filter?“

Bis jetzt galt das Modell, dass das Gehirn gafährliche Nebenprodukte auf Zellebene von alleine recycelt.Wenn dies irgendwann versagt, kommt es durch die Ansammlung von Giftstoffen zu Erkrankungen wie z.B.Alzheimer.
Dr. Nedergaard meinte, dass das keinen Sinn ergibt, denn das Gehirn für diese Recycling-Aufgaben zu beschäftigt sei.

Sie nannte ein anderes Entgiftung-Systems im Gehirn, so etwas ähnlich dem Lymphsystem. Sie sprach über
Glymph-System. Mit Hilfe von hochmodernen Mikroskopen und Einfärbungstechniken konnten die Wissenschaftlern ihre These bestätigen. Die Untersuchungen wurden an Mäusegehirne durchgeführt.

Momentan wartet Nedergaard auf die Genehmigung, um ihre Forschung an Menschen zu machen. Sie erwartet
dieselben Ergebnisse wie bei den Mäusen.

Schlafmangel in der heutigen Gesellschaft

Heutzutage leiden in rund 80 Prozent der arbeitenden Menschen unter Schlafmangel.In Amerika leiden ca. 50 bis 70 Millionen Menschen unter Schlafproblemen.Gleichzeitig nimmt der Missbrauch von Schlaftabletten zu.

Forscher sagen, dass die Menschheit sich auf einem Abweg befindet, wenn es um den Schlaf geht.Heutzutage schlafen Menschen durchschnittlich zwei Stunden weniger als noch vor 60 Jahren. Diese Entwicklung kann man sehr gut beobachten: Im Vergleich zu vor fünf Jahren schlafen wir 19 Minuten weniger.In den USA klagen 70 Millionen über Schlafmangel, sie leiden an chronischen Schlafstörungen.

Sigrid Veasy, Schlaf-Forscherin an der Universität Pennsylvania informiert, dass wenn wir den Schlaf aus irgendwelchen Gründen auslassen, können wir dem Gehirn unglaubliche Schäden zufügen. Dauerhafter Schlafmangel ist sehr gefährlich und kann wirklich krank machen.

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