Deutschland verkauft immer mehr Produkte ins Ausland,die deutschen Exporteure schauen sehr zuversichtlich in die Zukunft-das regt die USA auf,was aber der US-Finanzminister Lew bei seinem Besuch in Berlin nicht so richtig laut sagen will. Deutsche Exporte haben im November deutlich zugelegt und damit die 1000-Milliarden Euro-Grenze geknackt.
Am 08.01.2014 meldete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden, die deutschen Firmen hätten im Zeitraum von Januar bis November Produkten im Wert von rund einer Billion Euro ins Ausland verkauft,während die Einfuhren einen Wert von rund 828 Milliarden Euro hatten.
Nach einem Durchhänger hat die deutsche Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte 2013 wieder Tritt gefasst, was sich deutlich in der Exportstatistik des laufenden Jahres bemerkbar machen wird.
28 % von 1 000 Befragten erwarten in diesem Jahr bessere Auslandsgeschäfte, nur 7 % schlechtere,berichtet Deutsche Industrie- und Handelskammertag. Man rechnet daher 2014 mit einer Steigerung des Exports um 4 %.
Die US-Regierung kritisiert Deutschland:die deutsche Wirtschaft sei zu exportlastig.
Diese Diskussion wird wahrscheinlich immer wiederbelebt,USA meint, dass die Exportüberschüsse Deutschlands die Weltwirtschaft aus dem Gleichgewicht bringen können.Der US-Finanzminister Lew hat bereits im November in einem Bericht an den Kongress geschrieben, der international vergleichsweise niedrige Konsum und die gleichzeitige Exportabhängigkeit Deutschlands verlangsamen die wirtschaftliche Entwicklung in der Europa.
Der BGA-Präsident Anton Börner hält diese Kritik für nicht nachvollziehbar und weist darauf hin,“ dass wir unsere Exportüberschüsse, die ja immer in der Kritik stehen, nicht auf Kosten der südeuropäischen Länder erwirtschaften. Das ist nicht der Fall. Sondern, wenn man die Zahlen anschaut: Wir sind erfolgreich in Ostasien, wir werden zunehmend erfolgreicher in Amerika, und dort erzielen wir unsere Überschüsse.“
Auch der Fakt, dass die EU-Kommission eine Untersuchung der deutschen Exportüberschüsse eingeleitet hat, hat niemanden in der Branche wirklich aufgeregt. Sogar ganz im Gegenteil: Diese Untersuchung ist Teil des von BRD mit initiierten europäischen Frühwarnsystems zur Vermeidung möglicher Krisen. Außerdem sollen sich auch Länder wie Italien fragen, warum sie in der vergangenen Dekade ihre Wettbewerbsfähigkeit verloren haben.

