Drei polnische Staatsbürger sterben bei schwerem Unfall auf der Autobahn D52 in Tschechien
Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der tschechischen Autobahn D52 nahe Pohořelice sind drei polnische Staatsbürger ums Leben gekommen. Der Unfall ereignete sich am Freitagabend auf der Strecke in Richtung Brünn. Nach bisherigen Erkenntnissen wurden außerdem ein Mann und ein weiteres Kind verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Der Fall sorgt auch in Deutschland für Aufmerksamkeit, da viele Reisende die D52 auf dem Weg nach Tschechien oder in den Süden Europas nutzen.
Unfall D52 Tschechien: Kollision nach Zusammenstoß mit Wildschweinen
Nach Informationen des tschechischen Nachrichtenportals novinky.cz begann die Unfallserie, als ein Fahrzeug nach einer Kollision mit Wildschweinen auf der Fahrbahn zum Stehen kam.
Ein zweites Auto hielt hinter dem beschädigten Fahrzeug an. Kurz darauf wurden beide Fahrzeuge von einem nachfolgenden Pkw erfasst. Die genauen Umstände des Zusammenstoßes werden von den zuständigen Behörden untersucht.
Die tschechische Polizei bestätigte, dass zwei Frauen und ein Kind trotz medizinischer Versorgung im Krankenhaus ihren Verletzungen erlagen. Ein Mann sowie ein weiteres Kind wurden verletzt und befinden sich in ärztlicher Behandlung.
Alle Opfer sind polnische Staatsbürger
Nach Angaben der Behörden handelt es sich bei den Todesopfern und den Verletzten um Mitglieder einer polnischen Familie.
Auf den tragischen Unfall folgte eine Online-Spendenaktion, die von Angehörigen und Freunden der Betroffenen ins Leben gerufen wurde. Ziel der Kampagne ist es, die Kosten für die Überführung der Verstorbenen nach Polen, die Beerdigungen sowie die medizinische Behandlung und Rehabilitation der Überlebenden zu finanzieren.
Warum der Unfall auch für Reisende aus Deutschland relevant ist
Die Autobahn D52 verbindet die Region um Brünn mit der österreichischen Grenze und wird regelmäßig von Urlaubern sowie Geschäftsreisenden aus Deutschland und Polen genutzt. Der Unfall verdeutlicht erneut die Gefahren, die Wildunfälle auf stark befahrenen Fernstraßen darstellen können.
Kommt es nach einer Kollision mit Wildtieren zu einem Halt auf der Fahrbahn, steigt insbesondere bei Dunkelheit das Risiko schwerer Folgeunfälle erheblich. Deshalb empfehlen Verkehrsexperten, Warnblinkanlage und Warndreieck möglichst schnell einzusetzen und sich hinter der Leitplanke in Sicherheit zu bringen, sofern dies gefahrlos möglich ist.
Ermittlungen dauern an
Die tschechischen Behörden untersuchen weiterhin den genauen Unfallhergang. Bislang wurden keine weiteren offiziellen Angaben zu möglichen Ursachen oder zur Verantwortung der beteiligten Fahrer veröffentlicht.
Der tragische Unfall zeigt, wie aus einer ersten Kollision mit Wildtieren innerhalb weniger Augenblicke eine folgenschwere Massenkarambolage entstehen kann. Die Ermittlungen sollen nun klären, wie es zu dem Zusammenstoß der Fahrzeuge kam und ob weitere Faktoren zu dem Unglück beigetragen haben.
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