Trump droht Oman mit Bombenangriff wegen Straße von Hormus
Trump droht Oman mit einem Angriff, sollte das Land nach seinen Worten US-amerikanischen Maßnahmen zur Öffnung der Straße von Hormus im Weg stehen. In einem Interview mit Fox News sagte der US-Präsident mit Blick auf Oman:
If they stand in our way, we’ll bomb them.
Zugleich erklärte Trump, er verspüre keinen Zeitdruck bei der Beendigung des Konflikts im Nahen Osten. Die Äußerungen verschärfen die ohnehin angespannte Lage rund um die strategisch wichtige Schifffahrtsroute und sind auch für Deutschland und Europa von Bedeutung.
Trump erhöht den Druck auf Oman
Trump stellte in dem Interview klar, dass die USA gegen Oman vorgehen würden, sollte das Land amerikanische Maßnahmen behindern. Konkrete Einzelheiten dazu, welche Schritte Omans die USA als Behinderung ansehen könnten oder wann ein möglicher Angriff erfolgen würde, nannte er nicht.
Mit seinen Äußerungen richtet sich der US-Präsident zugleich gegen den Iran. Trump bezeichnete die Iraner als „gute Pokerspieler“, fügte aber hinzu, sie würden miserabel scheitern.
Die Aussagen fallen in eine Phase, in der Washington seine Strategie im Konflikt mit Teheran mehrfach verändert hat. Noch vor zwei Wochen hatte Trump erklärt, die Straße von Hormus werde innerhalb weniger Tage wieder geöffnet. Nachdem dies nicht geschah, kündigte er an, den Druck auf Iran unter anderem mit einer Seeblockade zu erhöhen.
Das könnte Sie auch interessieren
Trump will Straße von Hormus zu US-Territorium erklären – ist das überhaupt möglich?
Straße von Hormus im Mittelpunkt des Konflikts
Die Straße von Hormus ist eine zentrale Schifffahrtsroute für den Transport von Öl und Gas aus dem Persischen Golf. Jede länger andauernde Einschränkung des Verkehrs kann deshalb weit über die Region hinausreichen.
Für europäische Staaten ist die Entwicklung insbesondere wegen möglicher Auswirkungen auf Energieversorgung, Transportwege und Preise relevant. Deutschland wäre dabei als Teil des europäischen Energiemarktes indirekt von einer längerfristigen Störung der internationalen Lieferketten betroffen.
Trump betont gleichzeitig, dass die US-Streitkräfte bereits eine Blockade iranischer Häfen aufrechterhielten. Der Präsident erklärte wiederholt, die Vereinigten Staaten hätten „totale Kontrolle“ über die Straße von Hormus und würden diese Kontrolle aufrechterhalten.
Trump kündigt weitere Schritte gegen Iran an
Der US-Präsident hatte bereits am vergangenen Freitag eine weitere weitreichende Ankündigung gemacht. Er erklärte, die Straße von Hormus bald zum US-Territorium erklären zu wollen.
„Once we finish defeating Iran, which we are defeating very badly … I will soon declare the Strait of Hormuz United States territory“ sagte Trump bei einer Rede in New York.
Gleichzeitig kündigte er einen massiven wirtschaftlichen Angriff auf Iran an. Die Äußerungen markieren eine deutliche Verschärfung der amerikanischen Position. Statt eines begrenzten Zeitplans zur Wiederöffnung der wichtigen Wasserstraße spricht Trump inzwischen von dauerhaftem US-Einfluss und weiteren wirtschaftlichen Maßnahmen gegen Teheran.
Kein Zeitdruck nach eigener Aussage
Bemerkenswert ist auch Trumps Aussage, dass er sich nicht an eine bestimmte Frist für das Ende des Konflikts gebunden sieht. Der US-Präsident erklärte, er verspüre keinen Zeitdruck.
Damit steht seine aktuelle Position im Gegensatz zu früheren Aussagen, in denen er eine schnelle Lösung für die Blockade der Straße von Hormus in Aussicht gestellt hatte. Dass die angekündigte Öffnung bislang nicht erfolgt ist, hat den Druck auf die beteiligten Staaten offenbar weiter erhöht.
Für die weitere Entwicklung ist deshalb entscheidend, ob es zu einer Vereinbarung über die Schifffahrt durch die Straße von Hormus kommt oder ob die USA ihren angekündigten Druck auf Iran weiter verstärken.
Was die Drohung für Deutschland bedeutet
Für Deutschland ist vor allem die wirtschaftliche Dimension relevant. Die Straße von Hormus ist eine wichtige Route für den globalen Energiehandel. Eine länger andauernde Eskalation könnte deshalb Auswirkungen auf internationale Märkte haben.
Noch lässt sich aus Trumps Aussagen allein jedoch nicht ableiten, dass ein Angriff auf Oman unmittelbar bevorsteht. Ebenso wenig liegen in dem vorliegenden Material konkrete Angaben zu möglichen militärischen Einsatzplänen der USA gegen das Land vor.
Fest steht lediglich, dass der US-Präsident öffentlich mit einem Angriff gedroht hat, falls Oman amerikanischen Maßnahmen entgegenwirken sollte. Damit erweitert sich der Kreis der Staaten, die durch die Eskalation rund um Iran und die Straße von Hormus unmittelbar in den Konflikt hineingezogen werden könnten.
Die nächste Eskalationsstufe?
Die entscheidende Frage ist nun, wie Oman und andere regionale Akteure auf die Drohung reagieren. Gleichzeitig bleibt offen, ob die USA ihre angekündigte Blockadepolitik gegenüber Iran tatsächlich weiter verschärfen oder ob doch eine Vereinbarung über die Schifffahrt erreicht wird.
Trumps jüngste Aussagen zeigen jedenfalls, dass Washington derzeit nicht auf einen schnellen Abschluss des Konflikts drängt. Die Straße von Hormus bleibt damit ein zentraler Schauplatz der Auseinandersetzung – mit möglichen Folgen weit über den Nahen Osten hinaus.
Straße von Hormus wird zum internationalen Brennpunkt
Die Drohung gegen Oman verschärft die Lage rund um die wichtigste maritime Verbindung am Persischen Golf zusätzlich. Gleichzeitig deutet Trumps Verzicht auf eine konkrete Frist darauf hin, dass die USA auf einen längeren Konflikt eingestellt sind.
Für Europa bleibt insbesondere die Entwicklung der Energie- und Transportmärkte entscheidend. Ob aus der politischen Drohung tatsächlich weitere militärische Schritte folgen, dürfte maßgeblich davon abhängen, wie sich die Gespräche über Iran und die Schifffahrt durch die Straße von Hormus entwickeln.
Mehr zum Thema „Iran USA Konflikt„






