Schießerei an Schule in Thailand: Schüler tötet Großeltern und mehrere Menschen in Nonthaburi
Eine Schießerei an der Debsirin Nonthaburi Schule im Großraum Bangkok hat Thailand erschüttert. Nach Angaben der Polizei erschoss ein 14-jähriger Schüler zunächst seine Großeltern in ihrem Wohnhaus und eröffnete anschließend das Feuer auf dem Schulgelände. Dabei wurden nach den vorliegenden Informationen sieben Menschen getötet, darunter der mutmaßliche Täter, sowie mindestens 15 weitere Personen verletzt. Die Hintergründe der Tat werden weiterhin untersucht. Auch für Deutschland ist der Vorfall von Bedeutung, da Amoktaten an Schulen weltweit Fragen nach Waffenzugang, Prävention und Sicherheitskonzepten aufwerfen.
Schießerei an Schule in Thailand erschüttert Nonthaburi
Die Tat ereignete sich am Freitagmorgen an der Debsirin Nonthaburi Schule in der Provinz Nonthaburi nordwestlich der thailändischen Hauptstadt Bangkok. Nach Angaben der Behörden gab der Schüler insgesamt 26 Schüsse ab. Zusätzliche Munition wurde anschließend in seiner Tasche gefunden.
Die Polizei teilte mit, dass der Jugendliche vor dem Angriff seine Großeltern erschossen haben soll. Nach der Schießerei nahm er sich nach Behördenangaben das Leben. Das Motiv war zunächst unklar.
Während Einsatzkräfte das Schulgelände absperrten, wurden Verletzte in umliegende Krankenhäuser gebracht. Nach Angaben der Bezirksverwaltung besuchen rund 3.100 Schülerinnen und Schüler die Schule, die von 147 Lehrkräften unterrichtet werden.
Polizei ermittelt zu Motiv und Tatwaffe
Die Ermittler prüfen derzeit die Hintergründe der Gewalttat. Nach bisherigen Erkenntnissen gehörte die verwendete Schusswaffe vermutlich dem Großvater des Verdächtigen, der als Lehrer tätig gewesen sein soll.
Weitere Angaben zum Motiv machten die Behörden zunächst nicht. Offizielle Stellen erklärten, dass die Ermittlungen in alle Richtungen fortgesetzt werden.
Augenzeugen berichteten, Schülerinnen und Schüler hätten sich während der Schüsse in Klassenräumen verbarrikadiert. Erst nachdem die Polizei das Gebäude gesichert hatte, konnten sie das Schulgelände verlassen.
Thailand diskutiert erneut über Waffenkontrolle
Nach dem Angriff forderten Politiker eine erneute Überprüfung der Waffengesetze des Landes. Nach Angaben aus dem bereitgestellten Quellenmaterial befinden sich in Thailand schätzungsweise zehn Millionen Schusswaffen im Umlauf.
Der Vorfall reiht sich in mehrere schwere Gewalttaten der vergangenen Jahre ein. Bereits 2022 sorgte ein Angriff auf eine Kindertagesstätte mit zahlreichen Todesopfern international für Entsetzen. Auch im Februar dieses Jahres kam es nach den vorliegenden Informationen zu einer weiteren tödlichen Schießerei an einer Schule.
Analyse: Neue Debatte über Sicherheit an Schulen
Der Angriff dürfte die Diskussion über den Zugang zu Schusswaffen und den Schutz von Bildungseinrichtungen in Thailand erneut verschärfen. Während das Motiv des Täters weiterhin ungeklärt ist, rücken Fragen nach Prävention, psychologischer Betreuung und Sicherheitsmaßnahmen an Schulen in den Mittelpunkt.
Auch in Deutschland werden internationale Amoktaten aufmerksam verfolgt. Sie fließen regelmäßig in Debatten über Krisenmanagement an Schulen, Gefahrenprävention und den Umgang mit Waffen ein.
Bedeutung über Thailand hinaus
Die Schießerei in Nonthaburi zählt zu den schwersten Gewalttaten an einer thailändischen Schule der vergangenen Jahre. Während die Ermittlungen andauern, richtet sich der Fokus auf die Aufarbeitung der Tat und mögliche Konsequenzen für den Umgang mit Schusswaffen sowie den Schutz von Schülerinnen und Schülern. Weitere Einzelheiten dürften die Behörden nach Abschluss der laufenden Ermittlungen bekannt geben.
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