Fake-Bestellungen Japan: Frau nach mehr als 2.000 stornierten Online-Bestellungen festgenommen
Die Tokioter Polizei hat eine 32-jährige Frau festgenommen, nachdem sie über einen längeren Zeitraum mehr als 2.000 Bestellungen bei einem Online-Shop des japanischen Verlags Shueisha aufgegeben und anschließend wieder storniert haben soll. Nach Angaben der Ermittler entstand dem Unternehmen dadurch ein erheblicher finanzieller Schaden.
Nach Angaben der Polizei soll die Verdächtige, Mayu Yoshida aus Osaka, zwischen Juli 2024 und Mai 2025 über den offiziellen Online-Shop von Shueisha große Mengen an Merchandise-Artikeln zu bekannten Manga- und Anime-Serien wie „One Piece“ und „Naruto“ bestellt haben. Dafür soll sie mehr als 230 gefälschte Benutzerkonten verwendet haben.
Bestellungen im Milliardenwert
Die Ermittler gehen davon aus, dass Yoshida Waren im Gesamtwert von rund 4,3 Milliarden Yen (etwa 29 Millionen US-Dollar) bestellte. Die Bestellungen wurden jedoch entweder automatisch storniert, weil sie nicht bezahlt wurden, oder die Frau verweigerte bei Lieferungen per Nachnahme die Annahme der Pakete.
Schaden für den Verlag
Nach Angaben des Verlags verursachte das Vorgehen Liefer-, Lager- und Bearbeitungskosten von rund 47.500 US-Dollar. Shueisha wandte sich daraufhin an die Polizei, die Ermittlungen wegen des Verdachts der Behinderung des Geschäftsbetriebs aufnahm.
Verdächtige räumt Vorwürfe ein
Während der Vernehmung soll die 32-Jährige die Vorwürfe eingeräumt haben. Nach Angaben der Polizei erklärte sie, der Stress ihres Alltags habe sich angestaut und das Aufgeben der Bestellungen habe ihr ein Gefühl der Erleichterung verschafft.
Ermittlungen dauern an
Die Polizei untersucht nun, ob weitere Straftatbestände erfüllt wurden und ob neben den bereits bekannten mehr als 2.000 Bestellungen weitere fingierte Aufträge aufgegeben wurden. Zudem wird geprüft, ob dem Unternehmen ein noch höherer wirtschaftlicher Schaden entstanden ist.
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