Bangladesch: Acht Tote nach Giftgasaustritt auf Schiff in Abwrackwerft
Bei einem schweren Arbeitsunfall auf einer Abwrackwerft in Chittagong in Bangladesch sind acht Arbeiter ums Leben gekommen. Nach Angaben der örtlichen Behörden trat auf einem Schiff Giftgas aus, mehrere Beschäftigte verloren das Bewusstsein. Fünf weitere Arbeiter werden noch vermisst, während Rettungskräfte nach ihnen suchen. Die Behörden haben eine Untersuchung eingeleitet und zugleich eine Überprüfung der Sicherheitsmaßnahmen auf der Werft angeordnet.
Giftgasaustritt auf Schiff fordert Todesopfer
Der Unfall ereignete sich auf einem Schiff, das in einer Abwrackwerft in Chittagong zerlegt werden sollte. Nach Angaben der bangladeschischen Polizei starben acht Arbeiter infolge des Gasaustritts.
Mehrere weitere Beschäftigte wurden bewusstlos aus dem Schiff geborgen und in Krankenhäuser gebracht. Über ihren genauen Gesundheitszustand liegen zunächst keine weiteren Angaben vor.
Fünf Arbeiter gelten weiterhin als vermisst. Die Rettungskräfte konzentrieren sich deshalb darauf, das Schiff und das Gelände nach weiteren Beschäftigten abzusuchen.
Feuerwehr sieht Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften
Die örtliche Feuerwehr äußerte den Verdacht, dass vorgeschriebene Sicherheitsmaßnahmen nicht eingehalten wurden. Nach ihrer Darstellung hätte das Schiff vor Beginn der Abwrackarbeiten vollständig geräumt werden müssen.
Gerade bei der Zerlegung älterer Schiffe können sich in geschlossenen Bereichen gefährliche Gase befinden. Die Behörden prüfen nun, ob die vorgeschriebenen Sicherheitsvorkehrungen tatsächlich umgesetzt wurden.
Die Polizei setzte einen Untersuchungsausschuss ein. Außerdem wurde eine Überprüfung der Sicherheitsstandards der betroffenen Abwrackwerft angeordnet.
Giftgasaustritt Bangladesch – Suche nach fünf Vermissten läuft
Für die Rettungskräfte bleibt die Suche nach den fünf vermissten Arbeitern die dringendste Aufgabe. Gleichzeitig müssen die Einsatzkräfte beim Betreten des Schiffes selbst auf mögliche weitere Gefahren durch giftige Gase achten.
Die Zahl der Todesopfer könnte daher noch steigen. Erst wenn das Schiff vollständig durchsucht und alle vermissten Beschäftigten gefunden oder ihr Verbleib geklärt worden ist, wird sich das endgültige Ausmaß des Unglücks bestimmen lassen.
Sicherheitsfragen rücken in den Mittelpunkt
Der Unfall lenkt den Blick erneut auf die Risiken der Schiffsabwrackindustrie in Bangladesch. Nach den vorliegenden Angaben steht dabei insbesondere die Frage im Raum, warum sich zum Zeitpunkt der Arbeiten noch Beschäftigte auf dem Schiff befanden, obwohl eine vollständige Evakuierung erforderlich gewesen sein soll.
Für die laufende Untersuchung ist deshalb entscheidend, ob Sicherheitsregeln missachtet wurden und welche Verantwortung einzelne Beteiligte tragen. Die angekündigte Überprüfung der Werft soll dazu beitragen, mögliche Versäumnisse festzustellen.
Für die betroffenen Familien steht zunächst die Suche nach den Vermissten und die Versorgung der Verletzten im Vordergrund. Die endgültige Bewertung des Unglücks wird erst möglich sein, wenn der Untersuchungsausschuss und die Rettungskräfte ihre Arbeit abgeschlossen haben.
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