Ukraine feiert 35 Jahre Unabhängigkeit – europäische Spitzenpolitiker reisen nach Kiew
Die Ukraine begeht am Montag den 35. Jahrestag ihrer wiedererlangten Unabhängigkeit. Zum nationalen Feiertag sind mehrere europäische Spitzenpolitiker nach Kiew gereist, darunter der Präsident des Europäischen Rates António Costa sowie Vertreter Großbritanniens, Moldaus, Estlands und Luxemburgs. Der Besuch findet vor dem Hintergrund des andauernden Krieges mit Russland statt und soll die politische Unterstützung für die Ukraine demonstrieren. Am selben Tag kommt in der ukrainischen Hauptstadt die sogenannte Koalition der Willigen zusammen.
Ukraine Unabhängigkeit: Europäische Politiker treffen in Kiew ein
Nach Angaben des ukrainischen Außenministers Andrij Sybiha trafen die ausländischen Gäste am Montag am Kiewer Bahnhof ein. Zu ihnen gehörten António Costa, Präsident des Europäischen Rates, sowie Maia Sandu, Präsidentin der Republik Moldau, Alar Karis, Präsident Estlands, und Luc Frieden, Premierminister Luxemburgs.
Sybiha begrüßte die Ankunft der Verbündeten und stellte den symbolischen Charakter des Besuchs heraus. Für die Ukraine sei Unabhängigkeit keine abstrakte Idee, sondern etwas, das das Land unter großen Widerständen verteidige.
Der ukrainische Außenminister verband den Jahrestag zugleich mit einem Dank an die internationalen Partner seines Landes. Ihre Unterstützung habe dazu beigetragen, die ukrainische Verteidigungsfähigkeit zu stärken und die Freiheit des Landes zu bewahren.
Die Anwesenheit europäischer Staats- und Regierungschefs in Kiew ist damit selbst Teil der politischen Botschaft des Tages: Die Ukraine begeht ihren Nationalfeiertag nicht isoliert, sondern gemeinsam mit Staaten, die sie im Krieg gegen Russland unterstützen.
„Koalition der Willigen“ berät in Kiew
Parallel zu den Feierlichkeiten findet in Kiew ein Treffen der sogenannten Koalition der Willigen statt. Zu dieser Gruppe gehören Staaten, die die Ukraine in ihrem Kampf gegen Russland unterstützen.
Den Vorsitz des Treffens übernehmen nach den vorliegenden Angaben der französische Präsident Emmanuel Macron, der britische Premierminister und der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz. Ein Teil der Teilnehmer soll persönlich nach Kiew reisen, während andere Staats- und Regierungschefs per Videokonferenz zugeschaltet werden.
Damit verbindet der Unabhängigkeitstag zwei Ebenen: die nationale Erinnerung an die Wiedererlangung der staatlichen Souveränität und die aktuelle internationale Unterstützung der Ukraine.
Für Deutschland ist insbesondere die Beteiligung von Bundeskanzler Friedrich Merz relevant. Die Gespräche in Kiew stehen im Zusammenhang mit der europäischen Unterstützung der Ukraine und damit mit einer Frage, die auch die deutsche Außen-, Sicherheits- und Europapolitik unmittelbar betrifft.
Ein symbolträchtiger Jahrestag im Krieg
Der 35. Jahrestag der Unabhängigkeit besitzt in diesem Jahr eine besondere politische Bedeutung. Die Feierlichkeiten erinnern an die Wiedererlangung der staatlichen Unabhängigkeit, während die Ukraine zugleich ihre territoriale und politische Souveränität gegen den russischen Angriff verteidigt.
Die Botschaft aus Kiew ist entsprechend eindeutig: Die Unabhängigkeit soll nicht nur gefeiert, sondern als Grundlage des ukrainischen Staates verteidigt werden. Dass mehrere europäische Spitzenpolitiker ausgerechnet an diesem Tag in die Hauptstadt reisen, unterstreicht die Bedeutung, die ihre Regierungen der Unterstützung der Ukraine beimessen.
Für den weiteren Verlauf des Tages wird deshalb neben den offiziellen Feierlichkeiten vor allem das Treffen der Koalition der Willigen aufmerksam beobachtet werden. Entscheidend ist, welche politischen Signale die Teilnehmer setzen und wie geschlossen die europäischen Unterstützer der Ukraine auftreten.
Der Jahrestag wird damit zu mehr als einem nationalen Gedenktag. Er wird in Kiew zugleich zum Zeichen europäischer Solidarität mit einem Land, dessen Unabhängigkeit seit Jahren unter den Bedingungen eines Krieges verteidigt werden muss.
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