Russischer Angriff auf Kiew: 14 Tote und 22 Verletzte nach nächtlichen Angriffen
Bei einem russischen Angriff auf Kiew und die umliegende Region sind nach Angaben des ukrainischen Katastrophenschutzdienstes in der Nacht 14 Menschen ums Leben gekommen. Weitere 22 Menschen wurden verletzt. In mehreren Stadtbezirken der ukrainischen Hauptstadt brachen Brände aus, Wohn- und Industriegebäude wurden beschädigt. Die Rettungsarbeiten dauerten am Morgen an, während Einsatzkräfte nach weiteren möglichen Verschütteten suchten.
Russischer Angriff auf Kiew verursacht Brände in mehreren Stadtbezirken
Nach Angaben des ukrainischen Katastrophenschutzdienstes wurden die Bezirke Obolon, Swjatoschyn, Holossijiw und Desnjan von den Angriffen getroffen.
Im Stadtbezirk Obolon kam mindestens eine Person ums Leben. Drei weitere Menschen wurden verletzt, als ein Nichtwohngebäude in Brand geriet. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko erklärte zuvor, ein möglicher Raketenangriff habe außerdem ein Feuer in einem 20-stöckigen Wohnhaus ausgelöst. Auch ein Lagerhaus und ein Bürogebäude wurden den Angaben zufolge beschädigt.
Im Bezirk Holossijiw wurden vier Menschen verletzt, zwei von ihnen mussten in ein Krankenhaus gebracht werden. Dort gerieten zwei einstöckige Nichtwohngebäude in Brand. Zudem wurde nach Behördenangaben ein Privathaus zerstört. Rettungskräfte suchten weiterhin nach möglichen Verschütteten.
Schäden an Industrieanlage und Ammoniakaustritt
Außerhalb des Stadtzentrums beschädigte ein Raketeneinschlag Einrichtungen eines Industriebetriebs. Nach Angaben der Einsatzkräfte kam es dabei zu einem begrenzten Austritt von Ammoniak.
Die beschädigte Anlage wurde abgeschaltet. Die zuständigen Behörden erklärten später, dass für die Bevölkerung keine Gefahr bestehe.
Im Stadtbezirk Swjatoschyn geriet ein Lagerhaus eines Geschäfts in Brand. Im Bezirk Desnjan wurden zwei Nichtwohngebäude durch Feuer zerstört. Außerdem meldeten die Behörden Granatsplitter in der Nähe eines Wohnhauses.
Nach Angaben von Bürgermeister Klitschko wurde während weiterer Explosionen an einem Einsatzort auch ein Rettungswagen beschädigt. Der Fahrer des Fahrzeugs erlitt Verletzungen.
Kampfdrohnen über Kiew gemeldet
Die Militärverwaltung der Stadt Kiew teilte mit, dass während des nächtlichen Angriffs mehrere russische Kampfdrohnen im Luftraum gesichtet wurden. Ukrainische Luftverteidigungseinheiten seien im Einsatz gewesen, um die anfliegenden Drohnen abzufangen.
Auch in der Region Kiew-Swjatoschyn wurde ein Großbrand gemeldet. Dort standen mehrere Nichtwohngebäude in Flammen. Feuerwehr und Rettungskräfte arbeiteten bis in die Morgenstunden an der Brandbekämpfung und der Sicherung der betroffenen Gebiete.
Bedeutung der jüngsten Angriffe
Der russische Angriff auf Kiew zählt nach Angaben der ukrainischen Behörden zu den schwersten Angriffen auf die Hauptstadt in jüngster Zeit. Neben den zahlreichen Opfern verursachten die Angriffe erhebliche Schäden an Wohnhäusern, öffentlichen Gebäuden und Industrieanlagen.
Das endgültige Ausmaß der Zerstörungen wird weiterhin ermittelt. Die Behörden setzen ihre Such- und Rettungsarbeiten fort und prüfen die betroffenen Gebiete auf weitere Schäden und mögliche Gefahren.
Weiterführende Informationen
Die erneuten Angriffe verdeutlichen die anhaltende Bedrohung für die ukrainische Hauptstadt und ihre Einwohner. Während die Rettungsarbeiten weiterlaufen, konzentrieren sich die Behörden auf die Versorgung der Verletzten, die Sicherung beschädigter Gebäude und die vollständige Erfassung der Schäden.
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