Mann wegen mutmaßlicher Morddrohungen gegen Donald Trump festgenommen
Trump Morddrohung: Ein 40-jähriger Mann aus Los Angeles ist wegen mutmaßlicher Morddrohungen gegen US-Präsident Donald Trump festgenommen worden. Benjamin Azariah Southworth soll über Monate hinweg auf YouTube, Instagram, TikTok und einer eigenen Website Gewalt gegen Trump angedroht und zugleich den persönlichen Anwalt des Präsidenten sowie dessen Familie belästigt haben. Die US-Bundesstaatsanwaltschaft erhob drei Anklagepunkte. Für Deutschland ist der Fall vor allem vor dem Hintergrund der zunehmenden politischen Gewalt und der Rolle sozialer Medien bei der Verbreitung von Drohungen relevant.
Trump-Morddrohung auf Instagram
Nach Angaben des US-Justizministeriums wurde Southworth am Donnerstag, 3. September 2026, in Los Angeles festgenommen. Eine Grand Jury hatte zuvor eine Bundesanklage mit drei Punkten erhoben: Drohung gegen den Präsidenten, Cyberstalking sowie belästigende Telefonanrufe über Bundesstaatsgrenzen hinweg.
Im Mittelpunkt steht unter anderem ein Instagram-Video vom 7. April. Darin soll Southworth nach Darstellung der Ermittler zur Tötung Trumps aufgerufen und erklärt haben, er habe sich öffentlich für dessen Hinrichtung ausgesprochen. Die Behörden werten die Äußerungen als konkrete Drohung und nicht lediglich als politische Meinungsäußerung.
Die Anklage beschreibt zudem weitere Aktivitäten zwischen Januar und Mai 2026. Southworth soll soziale Netzwerke und eine Website genutzt haben, um seine Ablehnung gegenüber Trump und dessen Anhängern öffentlich auszudrücken und zu Gewalt gegen den Präsidenten aufzurufen.
Auch Trumps Anwalt und dessen Familie betroffen
Der Fall beschränkt sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft nicht auf den Präsidenten. Bereits Anfang 2026 soll Southworth die Privatadresse eines früheren persönlichen Anwalts Trumps sowie Fotos des Anwalts und dessen Wohnhauses veröffentlicht haben. In dem Beitrag habe er zudem mit weiteren Einschüchterungen gedroht.
Zwischen Januar und Mai sollen außerdem wiederholt beleidigende Nachrichten und Sprachnachrichten an den Sohn des Anwalts gegangen sein. Auch dessen Ehefrau soll durch belästigende Telefonanrufe kontaktiert worden sein. Die Ermittlungen werden vom Federal Bureau of Investigation (FBI) und dem United States Secret Service geführt.
Southworth war früher als Podcaster und Fernsehmoderator tätig. Medienberichten zufolge moderiert beziehungsweise produzierte er unter anderem Inhalte mit religiösen und LGBTQ-bezogenen Themen.
Was der Fall für die politische Debatte bedeutet
Die Festnahme zeigt, welche rechtlichen Konsequenzen aus öffentlich verbreiteten Drohungen gegen einen US-Präsidenten entstehen können. Das US-Justizministerium betont, dass politische Gewalt und Drohungen gegen Amtsträger konsequent verfolgt werden sollen. Gleichzeitig ist wichtig: Die Anklage enthält zunächst Vorwürfe; Southworth gilt bis zu einem rechtskräftigen Urteil als unschuldig.
Bei einer Verurteilung drohen ihm nach Angaben der Staatsanwaltschaft bis zu fünf Jahre Haft wegen der Drohung gegen den Präsidenten, weitere bis zu fünf Jahre wegen Cyberstalkings und bis zu zwei Jahre wegen der mutmaßlichen Telefonbelästigung. Damit könnte sich die gesetzliche Höchststrafe auf insgesamt zwölf Jahre belaufen.
Für Deutschland ist insbesondere die Verbindung zwischen politischer Radikalisierung und digitalen Plattformen von Bedeutung. Der Fall macht deutlich, dass Äußerungen im Internet nicht außerhalb des Strafrechts stehen und dass Ermittler auch Beiträge, Nachrichten und digitale Einschüchterungsversuche über längere Zeiträume zusammenführen können.
Die Entwicklung unterstreicht die wachsende Bedeutung des Schutzes demokratischer Institutionen vor politisch motivierter Gewalt. Entscheidend wird nun das weitere Verfahren gegen Southworth sein.
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