Neuer Sprengstoff-Alarm in Augsburg: Hauptbahnhof nach Spürhund-Alarm abgeriegelt
Augsburg – Nach einer Explosion vor einem Juweliergeschäft in unmittelbarer Nähe des Augsburger Hauptbahnhofs ist die Lage am Mittwochmorgen erneut eskaliert. Ein Sprengstoffhund schlug nach den vorliegenden Informationen an einem Mülleimer im Bahnhofsbereich an. Daraufhin wurde der Hauptbahnhof abgeriegelt und der Zugverkehr vollständig eingestellt. Bereits gegen 3.15 Uhr war vor einem türkischen Juwelier eine Handgranate explodiert. Zwei Passanten im Alter von 17 und 18 Jahren wurden dabei leicht verletzt.
Sprengstoff-Alarm legt Augsburger Hauptbahnhof lahm
Der neue Alarm begann, nachdem ein Sprengstoffhund an einem Mülleimer angeschlagen hatte. Die Polizei reagierte umgehend und sperrte das Bahnhofsgebäude ab.
Sprengstoffexperten des Landeskriminalamts Bayern wurden zum Einsatzort gerufen. Sie sollen überprüfen, ob von dem verdächtigen Gegenstand tatsächlich eine Gefahr ausgeht.
Bis zur Klärung der Situation wurde der Zugverkehr am Augsburger Hauptbahnhof vollständig eingestellt. Auch der öffentliche Nahverkehr in der Stadt ist von den umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen betroffen.
Zusätzlich wurden Straßen rund um den Hauptbahnhof gesperrt. Polizei und weitere Einsatzkräfte durchsuchen den Bereich weiträumig.
Handgranate explodiert vor Juwelier
Dem aktuellen Polizeieinsatz war bereits in den frühen Morgenstunden eine Explosion vorausgegangen. Gegen 3.15 Uhr detonierte nach den vorliegenden Informationen eine Handgranate vor einem türkischen Juweliergeschäft.
Das Geschäft befindet sich in einem Durchgang zum Augsburger Hauptbahnhof. Durch die Explosion wurden zwei Passanten verletzt.
Bei den Verletzten handelt es sich um eine 17-Jährige und einen 18-Jährigen. Beide erlitten ein Knalltrauma und wurden nach den vorliegenden Informationen leicht verletzt.
Auch Fensterscheiben gingen durch die Detonation zu Bruch. Die Polizei war bereits seit dem frühen Morgen mit zahlreichen Kräften im Bereich des Hauptbahnhofs im Einsatz.
Polizei prüft Zusammenhang mit organisierter Kriminalität
Die Hintergründe der Explosion sind bislang nicht abschließend geklärt. Nach den vorliegenden Informationen prüft die Polizei allerdings einen möglichen Zusammenhang mit dem organisierten Verbrechen.
Dabei handelt es sich zunächst um eine Ermittlungsrichtung und nicht um einen bestätigten Hintergrund der Tat. Ebenso ist nach den bisher bekannten Informationen der Hauptbahnhof selbst offenbar nicht das ursprüngliche Ziel der Explosion gewesen.
Welche Personen hinter der Tat stecken könnten und warum der Juwelier ins Visier geraten sein könnte, ist derzeit offen.
Die Ermittler müssen zudem klären, ob der spätere Sprengstoff-Alarm am Bahnhof mit der Explosion vor dem Geschäft zusammenhängt. Ein solcher Zusammenhang ist bislang nicht bestätigt.
Großaufgebot durchsucht das Gelände
Nach der Explosion wurde der Bereich rund um den Hauptbahnhof weiträumig abgesucht. Die Polizei setzte dabei zahlreiche Einsatzkräfte ein.
Mit dem Anschlagen des Sprengstoffhundes verschärfte sich die Lage erneut. Spezialisten des Landeskriminalamts Bayern sollen nun feststellen, ob sich in dem Mülleimer oder in dessen Umgebung tatsächlich ein gefährlicher Gegenstand befindet.
Solange die Untersuchung läuft, bleibt der Sicherheitsbereich abgesperrt. Für Reisende bedeutet dies erhebliche Einschränkungen.
Der Augsburger Hauptbahnhof ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Die vollständige Einstellung des Zugverkehrs kann deshalb Auswirkungen auf zahlreiche Reisende haben, während die Sperrungen rund um den Bahnhof auch den Straßenverkehr und den öffentlichen Nahverkehr beeinträchtigen.
Zwei Verletzte nach Explosion
Die beiden verletzten Passanten waren nach den vorliegenden Informationen nicht Ziel der Explosion. Sie hielten sich zum Zeitpunkt der Detonation im Bereich des Juweliers auf.
Ein Knalltrauma kann durch eine plötzliche, sehr laute Druckwelle entstehen. Die beiden Jugendlichen beziehungsweise jungen Erwachsenen wurden als leicht verletzt beschrieben.
Weitere Angaben zu Verletzten liegen derzeit nicht vor. Auch über die Höhe des Sachschadens an dem Juweliergeschäft und den umliegenden Gebäuden gibt es bislang keine abschließenden Informationen.
Was bislang bekannt ist
Mehrere Punkte sind nach den bisherigen Informationen bestätigt beziehungsweise bekannt:
- Gegen 3.15 Uhr explodierte eine Handgranate vor einem türkischen Juwelier nahe dem Augsburger Hauptbahnhof.
- Eine 17-Jährige und ein 18-Jähriger wurden als Passanten leicht verletzt.
- Durch die Explosion wurden Fensterscheiben beschädigt.
- Später schlug ein Sprengstoffhund an einem Mülleimer im Bahnhofsbereich an.
- Der Hauptbahnhof wurde daraufhin abgeriegelt.
- Der Zugverkehr wurde vollständig eingestellt.
- Spezialisten des Landeskriminalamts Bayern wurden hinzugezogen.
- Straßen rund um den Bahnhof sowie der öffentliche Nahverkehr sind von den Sicherheitsmaßnahmen betroffen.
- Die Polizei prüft einen möglichen Zusammenhang mit organisierter Kriminalität.
- Ob der Sprengstoff-Alarm am Bahnhof mit der Explosion vor dem Juwelier zusammenhängt, ist bislang nicht geklärt.
Ermittler stehen vor entscheidenden Fragen
Für die Ermittler geht es nun zunächst darum, den Bahnhof sicher zu überprüfen und eine mögliche weitere Gefahr auszuschließen. Parallel dazu wird der Angriff auf den Juwelier untersucht.
Von besonderer Bedeutung dürfte die Frage sein, warum die Handgranate vor dem Geschäft detonierte. Sollte sich der Verdacht eines Zusammenhangs mit organisierter Kriminalität bestätigen, könnte dies die weiteren Ermittlungen maßgeblich beeinflussen.
Bis dahin bleibt das Motiv offen. Auch ist derzeit nicht bekannt, wer die Handgranate eingesetzt hat oder ob es weitere Tatverdächtige gibt.
Für Reisende und Anwohner steht zunächst die Sicherheit im Vordergrund. Erst wenn die Sprengstoffexperten Entwarnung geben und die Polizei die Durchsuchungen abgeschlossen hat, kann der reguläre Betrieb am Augsburger Hauptbahnhof schrittweise wieder aufgenommen werden.
Die Situation bleibt damit vorerst dynamisch. Der neue Sprengstoff-Alarm macht aus der nächtlichen Explosion einen größeren Polizeieinsatz mit erheblichen Auswirkungen auf den Bahn- und Nahverkehr in Augsburg.
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