Tim Curry ist tot: Pennywise-Star und „Rocky Horror“-Ikone wurde 80
Der britische Schauspieler Tim Curry ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Bekannt wurde er einem weltweiten Publikum vor allem als Dr. Frank-N-Furter in „The Rocky Horror Picture Show“ und als Pennywise in der Verfilmung von Stephen Kings „Es“ aus dem Jahr 1990. Curry starb nach Angaben von TMZ am späten Dienstagabend in seinem Haus in Los Angeles. Die Polizei wurde gegen 23.23 Uhr zu seinem Anwesen gerufen; Hinweise auf Fremdverschulden gibt es laut den vorliegenden Angaben nicht. Eine offizielle Todesursache wurde zunächst nicht genannt.
Tim Curry ist tot: Abschied von einem vielseitigen Schauspieler
Curry prägte über Jahrzehnte hinweg Film, Fernsehen und Theater. Seinen großen Durchbruch feierte er als Dr. Frank-N-Furter in „The Rocky Horror Picture Show“. Der Film wurde bei seinem Erscheinen zunächst von Kritikern wenig beachtet, entwickelte sich anschließend jedoch zu einem internationalen Kultphänomen.
Gerade die Mitternachtsvorführungen machten „The Rocky Horror Picture Show“ zu einem besonderen Kinoereignis. Für Curry bedeutete die Rolle zugleich den Beginn einer Karriere, in der er immer wieder zwischen Komödie, Horror, Drama und Musical wechselte.
Einem breiten Publikum wurde er 1990 erneut bekannt. In der Fernsehminiserie „Es“ spielte Curry den dämonischen Clown Pennywise, der zu einer seiner berühmtesten Figuren wurde. Seine Darstellung prägte für viele Zuschauer die Wahrnehmung der Figur über Jahre hinweg.
Auch abseits dieser beiden Rollen blieb Currys Filmografie bemerkenswert vielseitig. Er spielte unter anderem Mr. Hector in „Kevin allein in New York“ und war in „Annie“, „Jagd auf Roter Oktober“, „Muppet Treasure Island“, „Addams Family Reunion“ und „Scary Movie 2“ zu sehen.
Tim Curry ist tot: Ein Star mit Wurzeln auf der Bühne
Curry war nicht ausschließlich Filmschauspieler. Seine Laufbahn war eng mit dem Theater verbunden, und auch dort wurde er für seine Vielseitigkeit bekannt. Über fünf Jahrzehnte hinweg arbeitete er in unterschiedlichen Bereichen der Unterhaltungsbranche.
Zu seinen Auszeichnungen und Nominierungen gehören laut TMZ unter anderem drei Tony-Nominierungen sowie eine Emmy-Nominierung. Damit reicht sein Vermächtnis deutlich über die beiden Rollen hinaus, mit denen ihn viele Kinofans verbinden.
Gerade diese Spannbreite macht Curry zu einer ungewöhnlichen Figur der Popkultur. Zwischen der exzentrischen Musicalrolle des Frank-N-Furter, dem Horrorclown Pennywise und seinen zahlreichen Nebenrollen lagen sehr unterschiedliche schauspielerische Welten.
Für das deutsche Publikum dürfte insbesondere Pennywise eine bleibende Bedeutung haben. Die „Es“-Verfilmung aus dem Jahr 1990 wurde über Jahre im Fernsehen und auf Video weitergegeben und machte Curry auch bei Zuschauern bekannt, die „The Rocky Horror Picture Show“ nicht kannten.
Tim Curry und die Folgen seines Schlaganfalls
Currys letzte Lebensjahre waren von erheblichen gesundheitlichen Einschränkungen geprägt. Im Jahr 2012 erlitt er einen schweren Schlaganfall, der einen neurochirurgischen Eingriff erforderlich machte. Danach hatte er unter anderem mit erheblichen Mobilitätsproblemen zu kämpfen.
In seinen letzten Jahren trat Curry deshalb deutlich seltener öffentlich auf. Noch wenige Tage nach seinem 80. Geburtstag im April wurde er nach Angaben von TMZ bei einem Besuch in einem Pub in North Hollywood gesehen. Dabei wurde er von einer Betreuungsperson unterstützt und im Rollstuhl bewegt.
Auch beruflich hinterließ Curry bis zuletzt Spuren. In seinem Memoir „Vagabond“ sprach er über sein Leben und die Folgen seiner gesundheitlichen Probleme. Er erklärte darin, weiterhin nicht gehen zu können.
Die genaue Todesursache ist bislang nicht bekannt. Nach Angaben von TMZ rückten Polizei und Rettungskräfte am Dienstagabend zu Currys Haus aus; die Behörden gehen nicht von einem Fremdverschulden aus.
Das Vermächtnis von Pennywise und Frank-N-Furter
Tim Curry hinterlässt Figuren, die weit über ihre ursprünglichen Filme hinaus Teil der Popkultur geworden sind. Frank-N-Furter steht für die außergewöhnliche Wirkung von „The Rocky Horror Picture Show“, während Pennywise zu einer der bekanntesten Horrorfiguren des modernen Kinos wurde.
Bemerkenswert ist, dass Curry beide Rollen auf völlig unterschiedliche Weise prägte. Während Frank-N-Furter durch Extravaganz, Humor und musikalische Theatralik lebt, machte Curry Pennywise zu einer unberechenbaren und verstörenden Erscheinung.
Seine Karriere zeigt damit auch, wie nachhaltig einzelne Rollen einen Schauspieler begleiten können. Jahrzehnte nach seinem Durchbruch blieb Curry für mehrere Generationen erkennbar – und zwar nicht nur durch eine einzige Figur.
Die größere Bedeutung
Mit Tim Curry verliert Hollywood einen Schauspieler, dessen Karriere sich kaum auf ein Genre reduzieren lässt. Er verband Theater, Musical, Film und Fernsehen und konnte innerhalb weniger Jahre zwischen Kultkomödie, Horror und Familienunterhaltung wechseln.
Für Fans bleibt vor allem seine unverwechselbare Darstellung zweier sehr unterschiedlicher Charaktere in Erinnerung. Dr. Frank-N-Furter und Pennywise machten Tim Curry zu einer Ikone – und sorgten dafür, dass sein Gesicht und seine Stimme auch Jahrzehnte später noch mit zwei der markantesten Figuren der Filmgeschichte verbunden bleiben.
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