Harry und Meghan in Großbritannien gelandet – Kinder sollen dort zur Schule gehen
Prinz Harry und Herzogin Meghan sind mit ihren beiden Kindern Archie und Lilibet in Großbritannien angekommen. Nach übereinstimmenden Berichten landete die Familie am Mittwoch, 26. August, mit einem Privatflug am Flughafen Birmingham. Für deutsche Beobachter des britischen Königshauses ist die Ankunft bemerkenswert, weil die Sussexes damit sechs Jahre nach ihrem Rückzug aus dem aktiven Königshaus wieder für einen längeren Zeitraum in Großbritannien leben wollen. Im Mittelpunkt steht dabei offenbar das Familienleben: Archie und Lilibet sollen bereits an britischen Schulen angemeldet sein und im September ihren Unterricht beginnen.
Harry und Meghan in Großbritannien gelandet
Die Ankunft in Birmingham bestätigt die seit Tagen erwartete Rückkehr der Familie. Laut Associated Press erfolgte die Reise privat aus Kalifornien. Der genaue neue Wohnort der Sussexes soll weiterhin nicht öffentlich bekannt sein; geplant ist ein privates, nicht-königliches Zuhause außerhalb Londons.
Harry und Meghan sollen Großbritannien nicht als arbeitende Mitglieder der Königsfamilie zurückkehren. Ihre frühere Entscheidung, sich von den offiziellen royalen Pflichten zurückzuziehen, bleibt bestehen. Auch eine Rückkehr zu diesen Aufgaben ist nach den vorliegenden Informationen nicht vorgesehen.
Damit handelt es sich nicht um eine Rückkehr an den Hof, sondern um einen neuen Abschnitt im privaten Leben der Familie. Die Sussexes behalten Berichten zufolge zudem ihre Verbindung zu den USA und ihr Zuhause in Kalifornien.
Die Kinder spielen eine zentrale Rolle
Ein wesentlicher Grund für den Zeitpunkt der Rückkehr ist offenbar die Ausbildung der beiden Kinder. Archie ist sieben Jahre alt, Lilibet fünf. Beide sollen bereits an britischen Schulen angemeldet sein und im September mit dem Unterricht beginnen.
Welche Schule die Kinder besuchen werden, wurde bislang nicht offiziell bekannt gegeben. Genau diese Frage beschäftigt deshalb auch britische Medien. Die britische Bildungsministerin Lucy Powell bezeichnete die Entscheidung laut The Independent als positives Signal für das britische Bildungssystem, sagte zugleich aber, dass ein Besuch einer staatlichen Schule als eher unwahrscheinlich gelte.
Für Archie und Lilibet bedeutet der Schritt einen deutlichen Wechsel des Alltags. Die Kinder sind in Kalifornien aufgewachsen, sollen nun aber stärker mit dem Land verbunden werden, in dem ihr Vater geboren wurde und ihr Großvater König ist. ITV berichtete bereits vor der Ankündigung, dass die Entscheidung der Familie auch darauf ziele, den Kindern eine engere Verbindung zu Großbritannien zu ermöglichen.
Keine Rückkehr zu den royalen Pflichten
Die Rückkehr kommt mehr als sechs Jahre nach dem Rückzug von Harry und Meghan aus dem Kreis der arbeitenden Royals. Im Januar 2020 hatten sie angekündigt, ihre bisherigen royalen Aufgaben nicht mehr in dieser Form ausüben zu wollen. Anschließend zogen sie zunächst nach Kanada und später nach Kalifornien.
Das Verhältnis zur königlichen Familie blieb seitdem belastet. Gleichzeitig gab es zuletzt Anzeichen für eine vorsichtige Annäherung zwischen Harry und seinem Vater König Charles III. Im Juli traf die Familie den König in Gloucestershire; dabei sah Charles seine Enkel Berichten zufolge erstmals seit mehreren Jahren wieder persönlich.
Ob die jetzige Rückkehr daran etwas grundlegend verändert, ist offen. Besonders das Verhältnis zwischen Harry und seinem älteren Bruder Prinz William gilt weiterhin als angespannt. Eine dauerhafte Versöhnung der Familie lässt sich aus dem Umzug daher nicht ableiten.
Was die Rückkehr für die Sussexes bedeutet
Die Entscheidung ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil Harry in der Vergangenheit erhebliche Sicherheitsbedenken hinsichtlich eines Lebens seiner Familie in Großbritannien geäußert hatte. Nach seinem Rückzug aus den royalen Pflichten war zudem die Frage des staatlich finanzierten Polizeischutzes Gegenstand eines Rechtsstreits mit dem britischen Innenministerium.
Die Sicherheitsfrage dürfte deshalb auch jetzt wieder eine Rolle spielen. Nach BBC-Berichten war die bisherige Regelung unter anderem deshalb verändert worden, weil Harry und Meghan nicht dauerhaft in Großbritannien lebten. Mit dem neuen Wohnsitz stellt sich die Frage nach den Sicherheitsvorkehrungen erneut.
Für die deutsche Öffentlichkeit ist der Schritt weniger wegen einer möglichen Rückkehr in das Königshaus interessant als wegen seiner Signalwirkung. Die Sussexes verbinden offenbar zwei Lebenswelten: ihre private und berufliche Basis in den USA und eine stärkere Verankerung ihrer Kinder in Großbritannien.
Noch ist zudem nicht klar, wie lange die Familie tatsächlich im Vereinigten Königreich bleiben wird. Nach Angaben von ABC News hatten Harry und Meghan zuletzt noch keine endgültige Entscheidung darüber getroffen, wie lange ihr Aufenthalt dauern soll; vorgesehen ist zunächst ein längerer Zeitraum.
Die Ankunft in Birmingham markiert damit keinen einfachen Schlussstrich unter die Jahre in Kalifornien. Sie steht vielmehr für einen neuen Versuch, britische Herkunft, Familienleben und die private Zukunft der Sussexes miteinander zu verbinden – ohne dass damit bislang eine Rückkehr in die aktive Monarchie verbunden wäre.
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