Drohnenangriffe auf Moskau: Zehnjähriges Mädchen unter den Verletzten
Drohnenangriffe auf Moskau haben erneut Menschen verletzt. Nach Angaben russischer Behörden wurden bei den Angriffen drei Personen verletzt, darunter ein zehnjähriges Mädchen. Die Attacken auf die russische Hauptstadt dauerten demnach an. Offizielle russische Angaben sprechen zudem von Hunderten Drohnen, die in der vergangenen Nacht eingesetzt worden sein sollen.
Drohnenangriffe auf Moskau dauern an
Russische Behörden bestätigten nach Angaben ausländischer Medien, dass die ukrainischen Drohnenangriffe auf Moskau weitergingen. Unter den Verletzten befindet sich demnach ein zehnjähriges Mädchen.
Weitere Angaben zum Zustand der Verletzten wurden in den vorliegenden Informationen zunächst nicht genannt. Auch unabhängig bestätigte Angaben zu den Schäden liegen nicht vor.
Nach russischen Behördenangaben richteten sich die Drohnen unter anderem gegen Lagerhallen und weitere Einrichtungen eines russischen E-Commerce-Unternehmens. Damit standen offenbar auch wirtschaftlich genutzte Infrastruktur und Lagerflächen im Fokus der Angriffe.
Russland meldet Hunderte Drohnen
Besonders groß ist die von den russischen Behörden genannte Zahl der eingesetzten Drohnen. Demnach wurden in der vergangenen Nacht insgesamt 620 ukrainische Drohnen angegriffen; 180 davon sollen abgeschossen worden sein.
Die Angaben stammen von russischer Seite und sind auf Grundlage der vorliegenden Informationen nicht unabhängig überprüft. Unklar bleibt zudem, wie viele der gemeldeten Drohnen tatsächlich Moskau oder das unmittelbare Stadtgebiet als Ziel hatten.
Für die Bewohner der Hauptstadt bedeuten die wiederholten Angriffe dennoch eine weitere Verschärfung der Sicherheitslage. Moskau liegt weit entfernt von den wichtigsten Frontabschnitten des Krieges, wird aber zunehmend selbst zum Schauplatz von Drohnenangriffen.
Was die Angriffe für den Krieg bedeuten
Die Entwicklung zeigt, dass der Drohnenkrieg längst nicht mehr auf die unmittelbaren Kampfgebiete beschränkt ist. Angriffe auf Ziele im russischen Hinterland können neben militärischen Einrichtungen auch Logistik, Industrie und andere Infrastruktur betreffen.
Für Europa und insbesondere Deutschland sind solche Entwicklungen vor allem deshalb relevant, weil sie die weitere Eskalation des russisch-ukrainischen Krieges verdeutlichen. Je größer die Reichweite und Zahl der eingesetzten Drohnen wird, desto stärker geraten auch Regionen abseits der Front in den Mittelpunkt des Konflikts.
Gleichzeitig sollten einzelne Meldungen über angeblich abgeschossene Drohnen oder konkrete Schäden mit Vorsicht bewertet werden. Gerade bei laufenden Angriffen stammen erste Informationen häufig von den Konfliktparteien selbst und können später korrigiert oder ergänzt werden.
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