USA: Enkel schmuggelt Kanonenkugeln ins Gepäck seiner Großmutter – Flughafen entdeckt den ungewöhnlichen Fund
Mit einem harmlosen Urlaub hatte dieser Vorfall nichts mehr zu tun. Am Gulf Shores International Airport im US-Bundesstaat Alabama entdeckten Sicherheitsbeamte fünf Kanonenkugeln aus der Zeit des Amerikanischen Bürgerkriegs im Koffer einer älteren Passagierin. Schnell stellte sich heraus: Die Frau wusste offenbar nichts von dem ungewöhnlichen Inhalt ihres Gepäcks.
Sicherheitskontrolle schlägt Alarm
Der Vorfall ereignete sich am 18. Juli während einer routinemäßigen Röntgenkontrolle am Gulf Shores International Airport. Mitarbeiter der US-Transportsicherheitsbehörde (TSA) bemerkten verdächtige Gegenstände im Gepäck einer Passagierin und führten eine genauere Kontrolle durch.
Dabei fanden sie fünf kleine Kanonenkugeln, die zunächst für militärische Munition gehalten wurden. Aus Sicherheitsgründen wurde umgehend ein Vorgesetzter hinzugezogen.
Historische Kanonenkugeln aus dem Bürgerkrieg
Wie die Ermittlungen ergaben, handelte es sich um originale Kanonenkugeln aus der Zeit des Amerikanischen Bürgerkriegs (1861–1865).
Die Behörden stellten fest, dass die historischen Fundstücke zwar keinen Sprengstoff mehr enthielten und daher als inert galten, dennoch dürfen auch solche militärischen Relikte nicht im Handgepäck oder aufgegebenen Gepäck transportiert werden.
Die Kugeln waren aus einem historischen Fort gestohlen
Besonders überraschend war die Herkunft der Kanonenkugeln.
Nach Angaben der Polizei stammten sie aus Fort Morgan, einer historischen Festungsanlage in Alabama. Mitarbeiter des Forts konnten die Kugeln anhand spezieller Farbmarkierungen eindeutig identifizieren.
Die Antiquitäten waren zuvor aus einem Lagerbereich der Festung entwendet worden.
Enkel versteckte die Kanonenkugeln heimlich
Die Ermittlungen führten schließlich zu einer unerwarteten Erklärung.
Nach Angaben der Polizei hatte der Enkel der Reisenden die historischen Kanonenkugeln während eines Besuchs in Fort Morgan eingesteckt und unbemerkt in den Koffer seiner Großmutter gelegt.
Die Frau erklärte gegenüber den Ermittlern, sie habe keine Ahnung gehabt, dass sich die gestohlenen Gegenstände in ihrem Gepäck befanden.
TSA: Ein ungewöhnlicher Einsatz
TSA-Mitarbeiter Justin Dupree erklärte, dass er in seiner Laufbahn bereits Übungsmunition und entschärfte Granaten gesehen habe.
Historische Kanonenkugeln aus dem Amerikanischen Bürgerkrieg seien jedoch selbst für erfahrene Sicherheitskräfte eine absolute Seltenheit gewesen.
Keine Anklage gegen die Großmutter
Da die Großmutter nach bisherigen Erkenntnissen nichts von den Kanonenkugeln wusste, richten sich die Ermittlungen nicht gegen sie.
Die historischen Fundstücke wurden sichergestellt und sollen an Fort Morgan zurückgegeben werden.
Der ungewöhnliche Vorfall zeigt, dass selbst scheinbar harmlose Souvenirs an Flughäfen erhebliche Sicherheitsmaßnahmen auslösen können – insbesondere, wenn es sich um historische Militärgegenstände handelt.
Fazit
Der Fund von fünf gestohlenen Kanonenkugeln im Gepäck einer ahnungslosen Großmutter sorgte am Flughafen in Alabama für einen außergewöhnlichen Polizeieinsatz. Verantwortlich war offenbar ihr Enkel, der die historischen Relikte unbemerkt in den Koffer gelegt hatte. Der Fall endete ohne Verletzte – dürfte den Beteiligten jedoch lange in Erinnerung bleiben.
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