Großbritannien: Die meisten Regionen erleben die vierte Hitzewelle des Jahres
Die meisten Regionen Großbritanniens erleben derzeit ihre Hitzewelle Großbritannien – bereits die vierte in diesem Jahr. Die britische Gesundheitsbehörde HSA hat eine orangefarbene Hitzewarnung für die East Midlands, Ostengland, Südostengland und London herausgegeben. Sie gilt von Dienstag 9 Uhr bis Donnerstag 9 Uhr.
Die Warnung bedeutet, dass die extreme Hitze ernsthafte Gesundheitsrisiken bergen kann, insbesondere für ältere und kranke Menschen, und das Gesundheits- sowie Sozialwesen zusätzlich belasten könnte. Für Yorkshire, Humber und die West Midlands gilt eine gelbe Hitzewarnung.
Rekordtemperaturen und Todesfälle
Bereits im Mai, Juni und Mitte Juli gab es schwere Hitzewellen. Experten schätzen, dass allein während der Wellen im Mai und Juni etwa 2.700 Menschen an den Folgen der Hitze starben. Im Juni wurde mit 37,7 Grad Celsius ein 50 Jahre alter Rekord gebrochen. Der britische Wetterdienst Met Office erwartet für den Mittwoch in Teilen Englands Temperaturen von bis zu 35 Grad Celsius.
Die Durchschnittstemperatur im Juli lag landesweit etwa 3 Grad Celsius über dem Normalwert. Damit zählt der Monat zu den heißesten Julimonaten seit Beginn der Aufzeichnungen. Gleichzeitig fielen in England nur ein Prozent der durchschnittlichen Niederschlagsmenge.
Dürre und Brandgefahr
Wegen der extremen Hitze und Trockenheit gelten für rund 23 Millionen Haushalte Einschränkungen bei der Nutzung von Gartenschläuchen. Wasserversorger appellieren auch in anderen Gebieten an sparsame Nutzung. In Teilen von Wales wurde offiziell eine Dürre ausgerufen.
Wie in anderen europäischen Ländern hat sich die Wald- und Flächenbrandgefahr erhöht. Allein am Wochenende rückte die Feuerwehr zu fast 1.300 Bränden aus. Die Behörden rufen die Bevölkerung auf, Zigarettenkippen und Grillreste sorgfältig zu entsorgen.
Die Hitzewelle Großbritannien fügt sich in eine Reihe intensiver Hitzeperioden in Europa ein. Die Kombination aus Rekordtemperaturen, Trockenheit und erhöhter Brandgefahr stellt die Behörden vor anhaltende Herausforderungen.
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