WM-Gruppen 2026: Welche Teams die besten Chancen auf das Achtelfinale haben
Mit 48 Mannschaften erlebt die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 das größte Teilnehmerfeld ihrer Geschichte. Erstmals kämpfen zwölf Gruppen mit jeweils vier Teams um den Einzug in die K.-o.-Runde. Die jeweils zwei Erstplatzierten sowie die acht besten Gruppendritten erreichen die Runde der letzten 32. Dadurch erhalten Außenseiter größere Chancen auf das Weiterkommen, gleichzeitig steigt aber auch die Bedeutung jeder einzelnen Gruppenpartie. Auf Grundlage der Auslosung und der Einschätzung ergibt sich ein klares Bild, welche Gruppen besonders anspruchsvoll sind und wo die Favoriten gute Karten haben.
Die schwersten WM-Gruppen 2026
Als schwierigste Gruppe gilt Gruppe I mit Frankreich, Senegal, Irak und Norwegen. Frankreich zählt zu den Topfavoriten auf den WM-Titel, Senegal gehört seit Jahren zu den stärksten afrikanischen Nationalmannschaften und Norwegen verfügt mit Erling Haaland über einen der gefährlichsten Angreifer der Welt. Auch der Irak gilt trotz Außenseiterrolle als unangenehmer Gegner. Aufgrund der hohen durchschnittlichen FIFA-Weltranglistenpositionen wird diese Gruppe als „Todesgruppe“ des Turniers bezeichnet.
Ebenfalls anspruchsvoll ist Gruppe F mit den Niederlanden, Japan, Schweden und Tunesien. Während die Niederlande als Favorit gelten, überzeugte Japan bereits in der Qualifikation und mit starken Ergebnissen gegen europäische Spitzenmannschaften. Schweden bringt mit Alexander Isak und Viktor Gyökeres viel Offensivqualität mit, während Tunesien nach einer starken Qualifikation auf seine erste K.-o.-Runde hofft.
Auch Gruppe L mit England, Kroatien, Ghana und Panama verspricht hohe Qualität. England und Kroatien gelten als Favoriten, doch Ghana besitzt internationale Erfahrung und Panama möchte erneut überraschen.
Deutschland und die weiteren Favoriten
Aus deutscher Sicht richtet sich der Blick auf Gruppe E. Deutschland trifft auf Ecuador, die Elfenbeinküste und WM-Debütant Curaçao. Die Mannschaft gilt als Favorit auf den Gruppensieg, muss jedoch insbesondere Ecuador und die Elfenbeinküste ernst nehmen. Beide Teams haben sich in den vergangenen Jahren international weiterentwickelt und könnten um den zweiten direkten Qualifikationsplatz kämpfen.
Titelverteidiger Argentinien erwischte mit Algerien, Österreich und Jordanien eine vergleichsweise günstige Auslosung. Österreich wird als größter Konkurrent um Platz zwei angesehen.
Spanien gehört in Gruppe H ebenfalls zu den klaren Favoriten. Uruguay dürfte der stärkste Herausforderer sein, während Saudi-Arabien und Kap Verde auf eine Überraschung hoffen.
Brasilien trifft in Gruppe C auf Marokko, Schottland und Haiti. Trotz zuletzt schwankender Leistungen wird die Seleção als Favorit gehandelt, während Marokko nach seinem historischen WM-Erfolg von 2022 erneut für Furore sorgen möchte.
Wo Überraschungen möglich sind
Die ausgeglichensten Gruppen könnten A, B und D werden. Gastgeber Mexiko profitiert zwar vom Heimvorteil, muss sich jedoch gegen Südkorea, Tschechien und Südafrika behaupten.
In Gruppe B treffen Schweiz, Kanada, Bosnien und Herzegowina sowie Katar aufeinander. Die Leistungsunterschiede gelten als gering, weshalb bereits einzelne Spiele über das Weiterkommen entscheiden könnten.
Auch Gruppe D mit den USA, der Türkei, Paraguay und Australien verspricht Spannung. Die Vereinigten Staaten gehen als Favorit ins Rennen, doch die Türkei werden ebenfalls gute Chancen auf das Achtelfinale eingeräumt. Paraguay und Australien könnten von der neuen Regelung profitieren, nach der auch acht Gruppendritte weiterkommen.
Analyse: Das neue WM-Format erhöht den Druck auf die Favoriten
Die Erweiterung auf 48 Mannschaften verändert die Dynamik der Gruppenphase erheblich. Zwar erreichen nun 32 Teams die K.-o.-Runde, doch gerade in den ausgeglichenen Gruppen dürfte jedes Tor über die Rangliste der besten Gruppendritten entscheiden.
Für Topteams wie Frankreich, Spanien, Deutschland oder Argentinien bedeutet dies zwar eine statistisch höhere Wahrscheinlichkeit für das Weiterkommen, gleichzeitig steigt jedoch das Risiko, bereits in der Gruppenphase wertvolle Punkte gegen vermeintliche Außenseiter zu verlieren. Überraschungen gewinnen dadurch zusätzlich an Bedeutung.
Welche Gruppen versprechen die größte Spannung?
Auf dem Papier erscheint Gruppe I als stärkste und ausgeglichenste Gruppe des Turniers. Dahinter folgen die Gruppen F und L mit mehreren Nationen, die realistische Chancen auf den Einzug in die K.-o.-Phase besitzen.
Deutschland, Spanien, Argentinien und Brasilien gehen dagegen mit guten Voraussetzungen in ihre Gruppen, dürfen ihre Gegner jedoch nicht unterschätzen. Das neue WM-Format erhöht die Zahl möglicher Überraschungen – und genau das könnte die Gruppenphase der Weltmeisterschaft 2026 zu einer der spannendsten der Turniergeschichte machen.
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