52,5 Zentimeter lange Chili: Jürg Wiesli bricht eigenen Weltrekord erneut
Eine Chili aus dem Thurgau sorgt für einen ungewöhnlichen Weltrekord: Der Dozwiler Kantonsrat Jürg Wiesli hat seinen eigenen Rekord für die längste Chili erneut übertroffen. Das Gemüse misst 52,5 Zentimeter. Für die offizielle Messung versammelten sich Wiesli, seine Familie und drei erfahrene Schweizer Gemüsezüchter in seinem Garten – per Videoanruf wurde die Rekordmessung für das Guinness-Buch der Rekorde begleitet.
52,5 Zentimeter Chili: Wiesli stellt sich erneut der Messung
Mit sichtlicher Anspannung legte Wiesli die außergewöhnlich lange Chili auf den Gartentisch. Neben seiner Frau, Freunden und Familienmitgliedern waren auch drei unabhängige Zeugen dabei.
Die drei Fachleute sind selbst erfolgreiche Riesengemüsezüchter und damit zugleich Konkurrenten des Thurgauers. Sie sollten genau darauf achten, dass bei der Messung alles regelkonform abläuft.
Für Wiesli ist der Moment nicht neu. Bereits 2018 hatte er den Weltrekord für die längste Chili aufgestellt. Die Regeln für die Anerkennung eines Rekords haben sich seitdem jedoch verändert.
Weltrekord wird heute per Video überprüft
Während bei Wieslis Rekordversuch 2018 noch ein Vertreter von Guinness World Records aus England persönlich in die Schweiz reisen musste, ist die Kontrolle inzwischen einfacher.
Die offizielle Messung kann heute per Videoanruf begleitet werden. Voraussetzung sind drei unabhängige Zeugen, die Erfahrung mit dem Anbau von Riesengemüse haben.
Genau diese Kombination machte die Szene in Wieslis Garten besonders kurios: Ausgerechnet drei erfolgreiche Züchter mussten darüber wachen, ob ihr Konkurrent tatsächlich einen neuen Rekord aufstellt.
Schweizer Rekordhalter messen ganz genau nach
Unter den Zeugen war Raphael Wäfler aus Lommis. Er hält den Schweizer Rekord für die grösste Sonnenblume. Sein Exemplar erreichte eine Höhe von 6,76 Metern.
Auch Hans Bitzi aus Dozwil war bei der Messung dabei. Er ist Schweizer Rekordhalter bei der schwersten Süsskartoffel – sein Exemplar brachte 3,32 Kilogramm auf die Waage.
Damit waren bei der Rekordmessung gleich mehrere Spezialisten für außergewöhnliches Gemüse versammelt. Sie mussten darauf achten, dass Wieslis Chili nicht nur beeindruckend aussieht, sondern auch nach den geltenden Regeln korrekt vermessen wird.
Vom Hobby zum Rekordfieber
Wieslis Geschichte zeigt, wie aus dem Anbau ungewöhnlich großer Pflanzen ein regelrechter Wettbewerb werden kann. Sein eigener Rekord aus dem Jahr 2018 war offenbar nicht das Ende seiner Ambitionen.
„Weltrekorde machen süchtig“, sagt Wiesli.
Der neue Versuch verbindet dabei Gartenarbeit mit einem streng kontrollierten Rekordverfahren. Was für Außenstehende wie eine außergewöhnlich große Chili aus dem Garten wirkt, wird für die Beteiligten zu einem präzisen Wettbewerb.
Besonders bemerkenswert ist, dass die Rekordmessung inzwischen deutlich unkomplizierter organisiert werden kann als noch vor einigen Jahren. Statt einer Reise eines Guinness-Vertreters genügt heute ein Videoanruf – vorausgesetzt, die unabhängigen Zeugen erfüllen die Anforderungen.
Die 52,5 Zentimeter lange Chili ist damit nicht nur ein ungewöhnliches Gartenergebnis, sondern das Ergebnis eines Wettbewerbs, bei dem selbst erfahrene Rekordzüchter ganz genau hinschauen.
Mehr zum Thema „Unsere Empfehlung„






