Hitzewelle in Europa: Italien erwartet bis zu 45 Grad
Südeuropa steht vor einer neuen Phase extremer Hitze. In Italien steigen die Temperaturen bereits, für Freitag werden vor allem auf Sizilien und Sardinien sowie in Teilen des Südens Spitzenwerte von bis zu 45 Grad erwartet. Auch der Balkan und Griechenland sind betroffen. Für Reisende aus Deutschland bedeutet das vor allem erhöhte Gesundheits- und Waldbrandgefahr in beliebten Urlaubsregionen. Gleichzeitig könnte die Hitze nach einer kurzen Abschwächung Anfang September erneut zurückkehren. Aktuelle italienische Wetterdienste bestätigen für Donnerstag und Freitag die außergewöhnlich hohen Werte.
Hitzewelle Europa: Der Höhepunkt kommt am Freitag
Die neue Hitzewelle baut sich derzeit über dem Mittelmeerraum auf. Nach aktuellen Prognosen steigt die Temperatur in Italien zunächst auf 35 bis 38 Grad, während auf Sizilien, Sardinien und in Teilen des Südens bereits Werte von 40 Grad und mehr möglich sind.
Besonders kritisch wird die Lage voraussichtlich am Freitag, 28. August. Für Teile des Südens und der großen Inseln werden lokal 44 bis 45 Grad prognostiziert. Einige Modellberechnungen gehen sogar von möglichen Spitzen bis etwa 46 Grad aus, wobei solche Extremwerte auf einzelne Regionen begrenzt bleiben dürften.
Der Schwerpunkt der Hitze liegt damit vor allem in Süditalien. Betroffen sein können unter anderem Teile von Apulien, Basilikata, Kalabrien und Sizilien. Auch Sardinien dürfte die extreme Wärme deutlich spüren.
Für Deutschland bedeutet das zunächst keine vergleichbare Hitzelage. Die Entwicklung ist allerdings für Urlauber relevant, die sich derzeit in Italien, Griechenland oder auf dem Balkan aufhalten oder in den kommenden Tagen dorthin reisen.
Warum Italien besonders betroffen ist
Verantwortlich ist eine sehr warme Luftmasse aus Nordafrika, die sich nach aktuellen Wetteranalysen über das Mittelmeer nach Norden ausbreitet. Gleichzeitig sorgt ein kräftiges subtropisches Hochdruckgebiet für überwiegend sonniges und trockenes Wetter in weiten Teilen Italiens.
Die Kombination aus intensiver Sonneneinstrahlung, trockener Luft und hohen Temperaturen erhöht auch die Waldbrandgefahr. Besonders gefährdet sind Regionen, in denen die Vegetation bereits durch vorausgegangene Trocken- und Hitzeperioden belastet ist.
Bemerkenswert ist zudem der Zeitpunkt der Hitzewelle. Ende August gehen die Durchschnittstemperaturen normalerweise bereits langsam zurück. Dass die Temperaturen nun noch einmal deutlich über die üblichen Werte steigen, macht die aktuelle Entwicklung besonders auffällig. Aktuelle Prognosen gehen im Süden teilweise von Abweichungen von rund zehn Grad gegenüber den jahreszeitlichen Mittelwerten aus.
Ein Blick auf Sizilien zeigt, wie ernst die langfristige Entwicklung inzwischen ist: Floridia auf der Insel verzeichnete 2021 mit 48,8 Grad die bislang höchste offiziell gemessene Temperatur Europas. Die zunehmende Hitze verändert dort inzwischen den Alltag und belastet unter anderem die Landwirtschaft.
Auch der Balkan gerät unter Hitzedruck
Nicht nur Italien steht im Zentrum der aktuellen Wetterentwicklung. Die heiße Luft breitet sich weiter in Richtung Balkan aus. Auch dort werden außergewöhnlich hohe Temperaturen erwartet, während Griechenland ebenfalls von der Hitze betroffen ist.
Die Wetterlage ist für die Region besonders relevant, weil hohe Temperaturen und trockene Bedingungen die Gefahr von Vegetations- und Waldbränden erhöhen können. Für Menschen, die sich im Freien aufhalten, steigt zudem die Belastung durch die Hitze erheblich.
Am Wochenende zeichnet sich zunächst eine gewisse Entspannung ab. Wetterfronten können regional Schauer und Gewitter bringen, während die Temperaturen im Süden Italiens allerdings weiterhin deutlich über 30 Grad bleiben.
Neue Hitze könnte bereits Anfang September folgen
Die Abkühlung am Wochenende könnte nur vorübergehend sein. Aktuelle Prognosen deuten darauf hin, dass sich Anfang September erneut eine kräftige Hitzewelle im Südosten Europas entwickeln könnte. Dabei sind erneut Temperaturen um oder über 40 Grad möglich.
Wie intensiv und wie lange diese zweite Hitzephase ausfällt, ist zu diesem frühen Zeitpunkt noch mit Unsicherheiten behaftet. Die Entwicklung zeigt jedoch, dass das Ende des meteorologischen Sommers nicht automatisch das Ende der extremen Temperaturen bedeutet.
Für Reisende aus Deutschland bleibt deshalb vor allem die kurzfristige Wetterentwicklung entscheidend. Wer sich in den kommenden Tagen in Süditalien, auf Sizilien, Sardinien oder in anderen betroffenen Regionen aufhält, sollte Warnungen der örtlichen Behörden beachten, direkte Sonne während der heißesten Stunden möglichst vermeiden und ausreichend trinken.
Hitzewelle Europa: Die größere Bedeutung
Die bevorstehende Hitze ist mehr als eine kurze Wetterepisode für Urlauber. Europa hat in diesem Sommer bereits wiederholt außergewöhnlich hohe Temperaturen erlebt, und Experten beobachten insbesondere die zunehmende Belastung durch lang anhaltende Hitze sowie ungewöhnlich warme Nächte.
Für Italien und andere Länder Südeuropas bedeutet das wachsende Herausforderungen für Gesundheitsschutz, Landwirtschaft, Wasserversorgung und Brandschutz. Die aktuelle Entwicklung zeigt zugleich, dass extreme Hitze inzwischen auch spät im Sommer mit großer Intensität auftreten kann.
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